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2024-1264

Gebärmutter nicht entfernt, sondern nur fixiert

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Fallbeschreibung:

Gebärmuttervorfall: Bandoperation statt Entfernung – CIRS-Fall

Wegen Gebärmuttervorfall und daraus entstehenden erheblichen Problemen sollte sie entfernt werden.
Das weibliche, junge OP Team verweigerte das und fixierte den Vorfall mittels Band. Dies riss nach etwa einem Jahr und somit muss ich mir demnächst doch die Gebärmutter entfernen lassen.

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Ignoranz des OP Teams

Verbesserungsvorschläge:

Ich lasse die anstehende OP in einer anderen Klinik durchführen

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn eine Operation nicht so durchgeführt wird, wie es vorab besprochen oder gewünscht war, ist das eine belastende Erfahrung – körperlich wie emotional. Ein solches Erlebnis kann das Vertrauen in die medizinische Versorgung stark erschüttern, und es ist verständlich, wenn Betroffene sich in einer solchen Situation nicht gehört oder übergangen gefühlt haben.

Bei einem Gebärmuttervorfall (Fachbegriff: Uterusprolaps – die Gebärmutter senkt sich durch eine Schwäche des Beckenbodens ab) gibt es grundsätzlich mehrere Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen sowohl operative Verfahren zur Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) als auch erhaltende Eingriffe, bei denen die Gebärmutter mit Bändern oder Netzen befestigt wird. Welches Verfahren gewählt wird, hängt von medizinischen Faktoren ab – aber auch von den Wünschen der betroffenen Person. Wenn das durchgeführte Verfahren nicht dem entspricht, was die Patientin sich gewünscht hat, ist das ein Hinweis darauf, dass möglicherweise keine ausreichende gemeinsame Entscheidungsfindung stattgefunden hat.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Vor einer Operation gibt es verschiedene Möglichkeiten, die eigenen Wünsche verbindlicher zu machen und sicherzustellen, dass sie gehört werden.

  • Den eigenen Behandlungswunsch schriftlich festhalten: Vor einer Operation ist es möglich, die gewünschte Methode im Aufklärungsgespräch ausdrücklich zu benennen und darum zu bitten, dass dies in der Patientenakte vermerkt wird. Eine Formulierung könnte lauten: „Ich möchte ausdrücklich festhalten, dass ich mit einer rein fixierenden Maßnahme nicht einverstanden bin und auf einer Entfernung der Gebärmutter bestehe.“
  • Alternativen aktiv erfragen: Im Vorgespräch ist es möglich, alle in Frage kommenden Verfahren benennen zu lassen – inklusive ihrer Vor- und Nachteile sowie der jeweiligen Langzeitaussichten. Fragen wie „Welche Methode empfehlen Sie mir und warum?“ oder „Was passiert, wenn die fixierende Methode nicht dauerhaft hält?“ können dabei helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
  • Eine zweite Meinung einholen: Vor einem Eingriff ist es jederzeit möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen – auch wenn das bedeutet, die Operation zu verschieben. Das ist ein anerkanntes Recht von Patient:innen und kein ungewöhnlicher Schritt.
  • Eine Vertrauensperson hinzuziehen: Zu Aufklärungsgesprächen eine Begleitperson mitzunehmen, die zuhört und mitschreibt, kann helfen, im Nachhinein nachzuvollziehen, was besprochen wurde – und gibt zusätzliche Sicherheit.

Worauf Sie achten können

  • Im Aufklärungsgespräch werden alle geplanten Eingriffe konkret benannt – nicht nur allgemein beschrieben.
  • Der eigene Behandlungswunsch wird dokumentiert und findet sich im unterschriebenen Aufklärungsbogen wieder.
  • Es ist klar, was passiert, wenn das geplante Verfahren intraoperativ geändert werden soll – und ob dafür eine gesonderte Zustimmung erforderlich ist.
  • Bei Unsicherheit über die empfohlene Methode ist eine zweite Meinung in einer anderen Einrichtung eingeholt worden, bevor der Eingriff stattfindet.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: keine Angabe
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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