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2024-045

Tumor in Brust nicht erkannt

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Fallbeschreibung:

Brustknoten nicht erkannt: CIRS-Fall zur Mammographie

Aufgrund eines selbst ertasteten Knotens wurde ich sofort zur Mammographie geschickt. Nach der Untersuchung teilte mir der Arzt mit, dass alles ok sei. Hätte ich nicht nachgefragt, was es mit dem fühlbaren Knoten auf sich hat, hätte ich die Praxis einfach mit einem positiven Ergebnis verlassen. Es folgte eine Ultraschalluntersuchung, welche bereits recht eindeutig war.

Gut gelaufen:

Dass der Arzt noch eine weitere Untersuchung vorgenommen hat.

Schlecht gelaufen:

Ich hatte der untersuchungen Mitarbeiterin von dem Knoten erzählt und frage mich, warum das dem Arzt nicht mitgeteilt wurde.

Verbesserungsvorschläge:

Kommunikation, diese findet leider inzwischen kaum noch statt. Die Erfahrung mache ich immer häufiger, die Ärzte erklären zwar, aber wollen keinen Dialog, der kostet Zeit.

Weitere Infos:

Es fällt auf, dass sich die Behandelnden nicht untereinander abstimmen. Auch scheint es so, dass Anamnese-Bögen von Patienten ausgefüllt werden aber überhaupt keine Beachtung finden.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Es kann sehr verunsichernd sein, wenn man mit einem konkreten Anliegen in eine Untersuchung geht und das Gefühl hat, dass diese Information nicht vollständig bei allen Beteiligten angekommen ist. Situationen, in denen Informationen zwischen Mitarbeitenden einer Praxis nicht weitergegeben werden, sind in der medizinischen Versorgung bekannt – sie können entstehen, wenn Arbeitsabläufe unter Zeitdruck stehen oder Übergaben nicht strukturiert stattfinden.

In diesem Fall war es das aktive Nachfragen der Patientin, das zu einer weiteren, letztlich entscheidenden Untersuchung geführt hat. Das zeigt, wie wertvoll es sein kann, das eigene Anliegen im Gespräch selbst noch einmal zu benennen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer möchte, kann mit einigen einfachen Schritten dazu beitragen, dass das eigene Anliegen in der Untersuchung nicht aus dem Blick gerät.

  • Das eigene Hauptanliegen direkt beim Arzt oder bei der Ärztin benennen: Auch wenn man bereits beim Praxispersonal oder beim Ausfüllen eines Anamnesebogens (Erfassungsbogen zur Krankengeschichte) Angaben gemacht hat, ist es möglich, das zentrale Anliegen im Gespräch mit der behandelnden Person noch einmal kurz anzusprechen – zum Beispiel: „Ich habe einen Knoten ertastet – ich möchte sichergehen, dass das bei der Beurteilung berücksichtigt wird.“
  • Nachfragen, wenn ein Befund unklar erscheint: Es ist jederzeit möglich, eine Erklärung zu erbitten, wenn das Ergebnis einer Untersuchung nicht nachvollziehbar ist oder sich nicht mit dem eigenen Körpergefühl deckt – etwa: „Können Sie mir erklären, was mit dem Knoten ist, den ich fühle?“
  • Eine Begleitperson mitbringen: Eine Begleitperson kann helfen, im Gespräch den Überblick zu behalten, wichtige Punkte zu notieren und bei Bedarf gemeinsam nachzufragen.
  • Eigene Symptome schriftlich festhalten: Es ist möglich, Beschwerden, Beobachtungen und Fragen vor dem Termin kurz aufzuschreiben und diese Liste mit in die Sprechstunde zu nehmen. So lässt sich sicherstellen, dass kein wichtiger Punkt vergessen wird.

Worauf Sie achten können

  • Wurden Ihre Angaben aus dem Anamnesebogen oder dem Vorgespräch im Arztgespräch aufgegriffen oder erwähnt?
  • Haben Sie die Möglichkeit, Ihre Hauptbeschwerde im direkten Gespräch mit der behandelnden Person zu schildern?
  • Erhalten Sie eine verständliche Erklärung zum Befund – auch in Bezug auf Symptome, die Sie selbst wahrgenommen haben?
  • Fühlen Sie sich eingeladen, Rückfragen zu stellen – und wird darauf eingegangen?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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