2025-120
Fehlende Bildgebung bei Schlaganfallsymptomen
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Mein Opa erhielt von seiner Hausärztin eine Notfallverordnung für eine Krankenhausbehandlubg , da mein Opa seit einigen Tagen Wortfindungsschwierigkeiten , Muskelschwäche, Gangunsicherheiten und Konzentrationsprobleme hatte . Es sollte abgeklärt werden, dass es nicht an einer hirnorganische Ursache liegt.
Er ging in die Notaufnahme (Stroke Unit) ,wurde untersucht und gefragt, ob er gestürzt sei. Er verneinte dies und wurde mit dem Verdacht auf Demenz ohne Bildgebung entlassen. Das fand ich leider erst drei Wochen später heraus. Was mich sehr wunderte und weshalb ich mit ihm ein anderes Krankenhaus aufsuchte.
Dort wurde direkt ein CT veranlasst , welches ein großes chronisches Subdurahlhämatom (Raumforderung) mit Mittellinienverlagerung aufzeigte. Bei der Ausräumung kam es im Aufwachraum zu einer akuten Blutung, was Lebensgefährlich ist . Es folgten Koma und Monatelange Krankenhaus Aufenthalt. Bis heute sind die Schäden gravierend und ich denke , dass eine frühere Bildgebung das Outcome verbessern hätte können.
Wenn ältere Menschen mit neurologischen Beschwerden – also Beschwerden, die das Gehirn oder das Nervensystem betreffen – in einer Notaufnahme vorstellig werden, ist die Situation für alle Beteiligten oft komplex. Für Angehörige kann es besonders belastend sein, im Nachhinein zu erfahren, dass ein wichtiger Befund zunächst nicht erkannt wurde.
Im geschilderten Fall hatte ein älterer Mann seit mehreren Tagen Wortfindungsschwierigkeiten, Muskelschwäche, Gangunsicherheit und Konzentrationsprobleme. Die Hausärztin überwies ihn mit einer Notfallverordnung zur stationären Abklärung. In der Notaufnahme wurde ohne bildgebende Diagnostik – also ohne CT oder MRT, mit denen das Gehirn sichtbar gemacht werden kann – ein Verdacht auf Demenz geäußert und er nach Hause entlassen. Erst Wochen später stellte sich heraus, dass ein großes chronisches subdurales Hämatom vorlag: eine Ansammlung von Blut zwischen Gehirn und Schädelknochen, die sich über längere Zeit gebildet hatte und dringend operativ behandelt werden musste. In einer Situation wie dieser – hohes Alter, mögliche kognitive Beeinträchtigung, fehlende Begleitung – gab es für den Betroffenen selbst keinen realistischen Spielraum, aktiv einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Angehörige können in solchen Situationen eine wichtige Rolle übernehmen – als Begleitung, als Informationsquelle und als Stimme für die betroffene Person. Folgende Möglichkeiten gibt es:
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger eine ähnliche Erfahrung gemacht haben oder sich Unterstützung wünschen, erreichen Sie die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos unter 0800 011 77 22. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen anonym zu berichten – damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und sich vorbereiten können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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