Icon Mehr-Patientensicherheit
2025-073

unklare Diagnosen und fragwürdige Medikation

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Schilddrüsenerkrankung verkannt: Diagnoseverzögerung im CIRS-Fall

plötzliche Verwirrtheit, Erbrechen, Schwitzen, Muskelschwäche, verminderte Sehleistung, Kribbeln in den Händen +Schwellung, Schwellung im Gesicht sowie Brust Bereich, Blutdruck ca. 220/110 puls zwischen 140-160 pat. klagt vor beginn ca. 1 Jahr über Muskelschmerzen und Müdigkeit.

ZNA wurde sofort aufgesucht (Ende 2023) fast check keine Auffälligkeit Schädel MRT keine Auffälligkeit ,EKG nicht nicht auswertbar. 2 tage später mit rat auf psychosomatische Anbindung entlassen Anfang 2024, Blutentnahme Hausarzt ft3 erhöht 7,25 Überweisung Nuklearmedizin Termin 4 Monate später.

Patient in der Wartezeit zuhause mehrere schwere Treppenstürze, Rippen geprellt, Atemnot, Aussenbandriss Sprunggelenk, Schüttelfrost weiterhin erhöhter puls sowie Blutdruck, Lymphknoten Schwellung Hals , Nacken , Gesicht (ivabradin 5mg als Notfallmedikation für puls Entgleisung) .

Termin erfolgt, 1 Monat Diagnose-Medikation l-tyrox danach Behandlung mit Jod-Tabletten 200. Diese sollten laut Hausarzt ein Monat später abgesetzt werden, da diese mMedikation zum tot führen kann, Patient weiterhin AU , Endokrinologe rät zur psychosomatischen Anbindung (ohne weitere. Untersuchung).

Es erfolgt eine Medikation mit Escitalopram dies bringt keine Verbesserung trotz Dosierungserhöhung, sichtbarer Kropf trotz Hinweis des Patienten auf Musterung am Hals, Schluckbeschwerden, usw. Es folgten die Worte „das ist die Psyche, da Sie da immer dran denken, wächst die Schilddrüse.“

Ende 2024 Facharzt für innere Medizin (privat/selbstzahler) wurde aufgesucht. Es erfolgte nach ausgiebigen Untersuchungen eine Medikation mit 2000 μg Kaliumiodid ein mal wöchentlich und 20000ie Vitamin D3 (Spiegel bei Untersuchung 2 nmol/l ) dies erfolgte Anfang 2025. AZ steigert sich seitdem, trotzdem sollen die SSRI laut Psychologe weiterhin eingenommen werden. Patient weiterhin AU-mitte 2025

Gut gelaufen:

FAST-Test Die Untersuchung bei einem Arzt der nicht den Gesetzlichen Krankenkassen Unterstellt ist.

Schlecht gelaufen:

Unprofessionelle Aussagen Kein offenes Ohr für den Patienten Patent zu schnell falsch eingeordnet, da die Psychosomatik mittlerweile das einfachste ,,Lösungsmittel,, ist.

Verbesserungsvorschläge:

Mehr auf jüngere Patienten hören und nicht voreilige Schlüsse ziehen nur weil eine einzige Untersuchung (MRT) unauffällig ist

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn körperliche Beschwerden über einen langen Zeitraum bestehen und sich trotz mehrerer Arztbesuche keine eindeutige Erklärung findet, ist das für Betroffene und ihre Angehörigen eine enorme Belastung. Gerade bei komplexen Erkrankungen – zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen (Störungen der Schilddrüse, die viele Organsysteme gleichzeitig betreffen können) – kann es vorkommen, dass Symptome zunächst nicht eindeutig zugeordnet werden und mehrere Untersuchungsschritte nötig sind, bevor eine klare Diagnose steht.

In diesem Fall lagen deutliche körperliche Symptome vor: stark erhöhter Blutdruck und Puls, Sehstörungen, Schwellungen, Muskelschwäche und wiederholt schwere Stürze – eine Situation, die über einen langen Zeitraum andauerte und erhebliche gesundheitliche Folgen hatte. Gleichzeitig war die betroffene Person jung und die Beschwerden wurden zeitweise vorrangig auf psychische Ursachen zurückgeführt, bevor eine Schilddrüsenerkrankung festgestellt wurde. Solche Verläufe sind keine Seltenheit, wenn Symptome vielschichtig sind und mehrere Fachbereiche betreffen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen und sich die eigene Situation nicht verbessert, gibt es einige Möglichkeiten, die Versorgung aktiv mitzugestalten.

  • Symptome schriftlich dokumentieren: Ein einfaches Beschwerdetagebuch – zum Beispiel mit Datum, Art der Beschwerden und Messwerten wie Blutdruck oder Puls – kann helfen, Muster sichtbar zu machen und Ärztinnen und Ärzten einen besseren Überblick zu geben. Auch Fotos sichtbarer Veränderungen wie Schwellungen können hilfreich sein.
  • Konkret nach weiteren Untersuchungen fragen: Es ist jederzeit möglich, nachzufragen, welche Untersuchungen noch infrage kämen. Eine mögliche Formulierung: „Ich merke, dass meine Beschwerden sich nicht bessern – welche weiteren Tests wären aus Ihrer Sicht sinnvoll?“
  • Eine Zweitmeinung einholen: Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden ist es möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen – bei einer anderen Fachpraxis, einem Universitätsklinikum oder einem spezialisierten Zentrum. Das ist ein legitimer und in Deutschland grundsätzlich möglicher Schritt.
  • Angehörige als Begleitpersonen einbeziehen: Angehörige können Arztgespräche begleiten, Beobachtungen ergänzen und helfen, Informationen festzuhalten – besonders dann, wenn Betroffene durch ihre Beschwerden stark belastet sind.

Worauf Sie achten können

  • Laborwerte, Befundberichte und Entlassungspapiere aufbewahren – sie können bei späteren Facharztterminen wichtige Informationen liefern.
  • Wenn eine Diagnose ausschließlich auf psychische Ursachen hinweist, aber körperliche Beschwerden weiter bestehen, ist es möglich, um eine Erklärung zu bitten, warum körperliche Ursachen ausgeschlossen wurden.
  • Bei sichtbaren Veränderungen – wie einer Schwellung am Hals – ist es möglich, diese gezielt anzusprechen und nach einer Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse zu fragen.
  • Bei starken Symptomen wie einem Blutdruck über 180 mmHg oder einem Puls dauerhaft über 120 Schlägen pro Minute ist es ratsam, erneut eine Notaufnahme aufzusuchen oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) zu kontaktieren.

Sie sind nicht allein

Wer das Gefühl hat, mit seinen Beschwerden nicht ausreichend gehört zu werden, kann sich kostenlos und unabhängig bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) beraten lassen – telefonisch, online oder vor Ort. Weitere Informationen und ähnliche Erfahrungsberichte finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – dort können Sie auch eigene Erlebnisse anonym melden und damit zur Verbesserung der Versorgung beitragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 19-29 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis, Psychotherapiepraxis, Krankenhaus, Notaufnahme
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team