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2025-380

Therapie erst nach Entlassung und erneuter Aufnahme

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Fallbeschreibung:

Dekubitus-Behandlung aus Abrechnungsgründen verzögert

Während des Aufenthalts mit anderer Indikation wurde seitens der plastischen Chirurgie eine chirurgische Maßnahme zur Behandlung meines Dekubitus für notwendig erachtet.
Aus Abrechnungsgründen erfolgte die Therapie aber nicht während des Aufenthalts. Vielmehr wurde ich, mit einem Termin zur erneuten Aufnahme am Folgetag entlassen. Also eine geplante Entlassung mit geplanter Aufnahme am nächsten Tag.

Gut gelaufen:

Behandlungsergebnis. Ehrliche Erläuterung der Gründe für die Umstände

Schlecht gelaufen:

Unnötiger zweiter Aufenthalt unnötiger Aufwand für Entlassung, unnötige Therapieverzögerung

Verbesserungsvorschläge:

Therapie bereits während des regulären Aufenthalts

Weitere Infos:

Vermeintliche Einsparziele führen zu unnötigen Aufwand und am Ende zur Kostenverdopplung

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Manchmal erleben Patient:innen, dass eine notwendige Behandlung nicht im laufenden Krankenhausaufenthalt durchgeführt wird – obwohl der Bedarf bereits erkannt wurde. Das ist eine belastende Erfahrung, die Vertrauen und Wohlbefinden beeinträchtigen kann.

In dem hier beschriebenen Fall wurde bei einer Patientin während eines stationären Aufenthalts ein Dekubitus (ein durch Druck entstandener Gewebeschaden, oft auch „Druckgeschwür“ genannt) festgestellt, der nach Einschätzung der Fachärztinnen und -ärzte operativ behandelt werden musste. Die Behandlung fand jedoch nicht im laufenden Aufenthalt statt: Die Patientin wurde zunächst entlassen und am Folgetag erneut aufgenommen. Als Grund wurden Abrechnungsmodalitäten genannt. Das Behandlungsergebnis war gut, und die Gründe für dieses Vorgehen wurden offen kommuniziert – beides ist positiv hervorzuheben.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn während eines Krankenhausaufenthalts ein zusätzlicher Behandlungsbedarf festgestellt wird, kann es hilfreich sein, aktiv nachzufragen – nicht um Druck auszuüben, sondern um die eigene Situation besser einschätzen zu können.

  • Es ist möglich, direkt nachzufragen, warum eine als notwendig eingestufte Behandlung nicht im laufenden Aufenthalt erfolgt. Eine Formulierung könnte sein: „Ich habe verstanden, dass die Behandlung notwendig ist – können Sie mir erklären, warum sie nicht jetzt stattfindet?“
  • Wer möchte, kann darum bitten, die Erklärung in verständlicher Sprache zu erhalten – mündlich und, wenn gewünscht, auch schriftlich.
  • Bei einer geplanten Entlassung mit unmittelbar anschließender Wiederaufnahme kann es hilfreich sein zu fragen, welche Risiken eine solche Unterbrechung mit sich bringt – insbesondere bei bestehenden Wunden oder Erkrankungen, die eine kontinuierliche Versorgung erfordern.
  • Eine Vertrauensperson oder Begleitperson kann in solchen Gesprächen unterstützen – etwa indem sie Fragen notiert oder im Gespräch nachfragt, falls etwas unklar geblieben ist.

Worauf Sie achten können

  • Wurde Ihnen erklärt, warum eine Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt oder in einem neuen Aufenthalt erfolgt – und nicht sofort?
  • Ist sichergestellt, dass Sie in der Zeit zwischen Entlassung und Wiederaufnahme ausreichend versorgt sind – zum Beispiel bei der Wundversorgung?
  • Haben Sie alle relevanten Unterlagen erhalten, die bei der Wiederaufnahme oder in einem anderen Krankenhaus benötigt werden könnten?
  • Haben Sie die Möglichkeit gehabt, Fragen zu stellen, und wurden diese verständlich beantwortet?

Sie sind nicht allein

Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation unsicher gefühlt haben oder Fragen zu Ihren Rechten als Patientin oder Patient haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose Beratung an. Eigene Erfahrungen – ob positiv oder negativ – können Sie auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden und so dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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