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2025-202

Überlastung der psychiatrischen Kliniken und im ambulanten Bereich

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Fallbeschreibung:

Psychiatrische Notaufnahme: Wochenlange Wartezeit trotz Notfall

Meine Ehefrau ist seit kurzem psychiatrisch schwer erkrankt. Sie ist arbeitsunfähig. Sechs Monate von 12 Monate war sie drei in der stationären Psychotherapien. Als die Symptome unerträglich wurden, hat sie sich entschieden sich in die Akutpsychiatrie einweisen zu lassen. Leider wurde ihr, trotz Notfalleinweisung von der ambulanten Psychiaterin, erst in vier Wochen eine Aufnahme am Telefon versprochen. Am Schluss hat sie sich selbst, wegen Selbstgefährdung, einweisen lassen. Als Patientin mit Angststörung ist, das dass schlimmste.

Gut gelaufen:

Nach dem eine Psychiaterin sie angeschaut hat, wurde sie sofort aufgenommen und zeitnah in die passende Station aufgenommen.

Schlecht gelaufen:

Die Aufnahme in die Akutpsychiatrie und in sonstigen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsformen ist seit 12 Monaten (2024/2025) viel zu schwierig.

Verbesserungsvorschläge:

– Berechnungsschlüssel für psychiatrische Patienntenbetten und Personal überprüfen. – Tracking der Praxis- und Krankenhausbelastungen mithilfe der Gematik und zeitnah reagieren zu können. Statistische Auswertung durch den G-BA und Veröffentlichung der Auswertung. -Zeitnahe überregionale Zuweisung von Patienten über die 116117 mit Notfallenweisungsschein.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein Mensch in einer psychiatrischen Krise dringend Hilfe benötigt, ist die Situation für Betroffene und ihre Angehörigen bereits eine extreme Belastung. Es ist wichtig anzuerkennen: In einer solchen akuten Krisensituation gab es für die betroffene Person und ihren Angehörigen keinen realistischen Spielraum, die strukturellen Hürden bei der Aufnahme zu überwinden – das liegt nicht in der Verantwortung von Erkrankten oder ihren Familien.

Psychiatrische Notfälle erfordern schnelles Handeln. In der Praxis erleben viele Betroffene jedoch, dass selbst eine ärztliche Notfalleinweisung – also ein von einer Ärztin oder einem Arzt ausgestelltes Dokument, das eine dringende stationäre Behandlung empfiehlt – keine sofortige Aufnahme garantiert. Lange Wartezeiten können in solchen Momenten die Situation erheblich verschärfen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Bei einem akuten psychiatrischen Notfall ist es möglich, den Notruf 112 zu wählen. Der Rettungsdienst kann einschätzen, ob eine sofortige Einweisung notwendig ist – auch ohne vorherige telefonische Zusage einer Klinik.
  • Angehörige können die erkrankte Person begleiten und bei der Aufnahme darauf hinweisen, dass eine ärztliche Notfalleinweisung vorliegt und sich der Zustand seit dem Telefonat verändert oder verschlechtert hat – zum Beispiel: „Meine Frau hat eine Notfalleinweisung und zeigt Anzeichen von Selbstgefährdung. Wir bitten darum, dass sie jetzt untersucht wird.“
  • Wenn eine Klinik eine Aufnahme telefonisch ablehnt, ist es möglich, mehrere Kliniken in der Region zu kontaktieren oder die Koordinierungsstelle 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst) um Unterstützung bei der Suche nach einem freien Platz zu bitten.
  • Angehörige können sich selbst Unterstützung suchen – etwa bei der Angehörigen-Hotline der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen oder bei lokalen psychiatrischen Krisen- und Beratungsdiensten, die oft auch Angehörige begleiten.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Bei bekannter psychiatrischer Erkrankung ist es möglich, gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt einen Krisenplan zu erstellen – ein schriftliches Dokument, das festhält, welche Schritte im Notfall unternommen werden und welche Kliniken bekannt und erreichbar sind.
  • Eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht kann vorab festlegen, wie Behandlungsentscheidungen in Krisensituationen getroffen werden sollen und wer die erkrankte Person vertreten darf.
  • Es ist möglich, die Notaufnahme einer Klinik direkt aufzusuchen, anstatt zunächst telefonisch eine Zusage einzuholen – die persönliche Vorstellung ermöglicht eine direkte medizinische Einschätzung vor Ort.
  • Angehörige können sich über regionale psychiatrische Krisendienste informieren, die in manchen Regionen rund um die Uhr erreichbar sind und auch Hausbesuche durchführen können.

Sie sind nicht allein

Erfahrungen wie diese können gemeldet werden auf mehr-patientensicherheit.de – jeder Bericht trägt dazu bei, Versorgungslücken sichtbar zu machen. Wer darüber hinaus Beratung sucht, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden, die kostenlos und unabhängig informiert.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 19-29 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis, Krankenhaus, Normalstation, Notaufnahme, sonstiger Bereich
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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