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2025-204

Gute Psychiaterin

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Fallbeschreibung:

Gute Psychiatrische Versorgung: Was Patientensicherheit ausmacht

Meine Freundin ist seit einigen Jahren bei mehreren Psychiatern in Behandlung. Nach einem Wechsel von einer Psychiaterin die nichts dokumentiert hat und mit meiner Freundin überlastet war, ist die jetzige Psychiaterin nett, hört aktiv zu und denkt mit!
Sie informiert sich im Hintergrund über den nächsten Behandlungsschritt, klärt meine Freundin auf und wenn meine Freundin zu nervös ist, dann wird in den ersten fünf Minuten mit einem Spiel, dass Stresslevel reduziert.
Auch wenn in den letzten Jahren die Symptome komplexer wurden ist sie verständnisvoll und gibt ihr Bestes!

Gut gelaufen:

Sie gibt sich Mühe, informiert sich über weitere Behandlungsoptionen und dokumentiert alles vorbildlich.

Schlecht gelaufen:

Bisher nichts.

Verbesserungsvorschläge:

Aktuell ist sie vorbildlich. So sollte jeder Mediziner (m/w/d) sein.

Weitere Infos:

Die meisten Mediziner denken nicht über den Tellerrand oder sind sich zu schade bei ihren Kollegen nachzufragen. Das ist hier anders. Es gibt noch Mediziner, die sich Mühe geben und den Titel Facharzt verdient haben.

Präventionsmaßnahmen:

Was hier gut gelaufen ist

Es ist ermutigend, wenn eine psychiatrische Behandlung – nach möglicherweise schwierigen Erfahrungen – als wertschätzend und verlässlich erlebt wird. Der hier geschilderte Fall zeigt, wie eine Arzt-Patientin-Beziehung aussehen kann, die Vertrauen und Sicherheit schafft.

Konkret stachen in diesem Fall mehrere Dinge positiv hervor: Die Psychiaterin hört aktiv zu und bereitet sich eigenständig auf weitere Behandlungsschritte vor. Sie klärt ihre Patientin verständlich über das weitere Vorgehen auf. Bei sichtbarer Anspannung nimmt sie sich zu Beginn der Sitzung bewusst Zeit, um das Stressniveau – also die innere Anspannung – zu senken, bevor das eigentliche Gespräch beginnt. Außerdem dokumentiert sie die Behandlung sorgfältig und vollständig, was eine wichtige Grundlage für eine sichere und nachvollziehbare Versorgung ist.

Wie Sie ähnlich gute Bedingungen aktiv herbeiführen können

Wer eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung beginnt oder wechselt, kann gezielt auf bestimmte Aspekte achten, die zu einer sicheren und vertrauensvollen Versorgung beitragen.

  • Es ist möglich, beim ersten Termin konkret nachzufragen, wie die Praxis mit Dokumentation umgeht – zum Beispiel: „Kann ich erfahren, was über mich aufgeschrieben wird, und bekomme ich auf Wunsch Einsicht in meine Unterlagen?“ Eine vollständige Dokumentation schützt Betroffene, insbesondere bei einem späteren Behandlerwechsel.
  • Wer merkt, dass Nervosität oder Anspannung Gespräche erschwert, kann dies offen ansprechen – zum Beispiel: „Ich bin heute sehr aufgeregt. Gibt es eine Möglichkeit, kurz zur Ruhe zu kommen, bevor wir beginnen?“ Viele Behandlerinnen und Behandler können darauf eingehen, wenn sie es wissen.
  • Bei komplexen oder sich verändernden Beschwerden ist es möglich nachzufragen, ob die aktuelle Behandlung noch passend ist und ob weitere Optionen geprüft wurden – ohne dass das als Kritik verstanden werden muss.
  • Angehörige, die eine nahestehende Person begleiten, können – sofern die betroffene Person damit einverstanden ist – in Absprache an Terminen teilnehmen und so zur Kommunikation zwischen allen Beteiligten beitragen.

Daran erkennen Sie gute Versorgung

  • Die Behandlerin oder der Behandler hört zu und geht auf das ein, was Betroffene tatsächlich beschäftigt – nicht nur auf die Diagnose.
  • Aufklärung über Behandlungsschritte erfolgt verständlich und ohne Zeitdruck – Fragen sind ausdrücklich willkommen.
  • Die Behandlung wird vollständig und nachvollziehbar dokumentiert; auf Wunsch ist Einsicht in die eigenen Unterlagen möglich.
  • Veränderte oder komplexer werdende Beschwerden werden ernst genommen – und bei Bedarf werden weitere Fachkenntnisse oder Kolleginnen und Kollegen hinzugezogen.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Positive Erlebnisse in der medizinischen Versorgung sind genauso wertvoll wie Berichte über schwierige Situationen – sie zeigen, was möglich ist, und können anderen Betroffenen und Angehörigen Orientierung geben. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, eigene Erfahrungen anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 19-29 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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