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2024-257

Suizidabsichten nicht ernst genommen

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Fallbeschreibung:

Suizidrisiko in der Psychiatrie nicht ernst genommen

2015 meldete ich mich selbst in der Notaufnahme, weil ich wegen einer Krise starke Suizidgedanken mit Suizidabsichten hatte. Ichvkam auf die geschlossene Station. Man leitete aber weder eine ausreichende Behandlung noch Bewachung ein. Ich meldete mich beim Pflegepersonal, das es mir schlecht ging.

Ich wurde nicht gehört. Ich ging in mein Zimmer und strangulierte mich. Ich musste reanimiert werden. Man gab mir Medikamente und später Bezos die mich in die Abhängigkeit führten. Das ist alles in den Entlassberichten dokumentiert. Bei späteren Aufenthalten im gleichen Khs gab es stets zu wenig Personal um mein Problem nachhaltig zu lösen.

Medikamente waren deren einziger wirkliche Lösungsansatz. Die haben das Problem aber nicht gelöst…Traumatherapie wurde nicht eingeleitet, obwohl klar zu erkennen war das es sich um Traumafolgen handelt. Ich habe das damals auch eigefordert. Ohne Erfolg.

Gut gelaufen:

Die Reanimation wurde erfolgreich durchgeführt.

Schlecht gelaufen:

Suizidversuch auf der Geschlossenen! Und das, obwohl ich mit eben diesen auf der Station aufgenommen wurde!

Verbesserungsvorschläge:

Mehr Therapeuten, mehr Zeit für den Patienten. Kompetenteres Pflegepersonal. Alternative Heilmethoden..Medikamente/Psychopharmaka sind kein Allheilmittel! Traumaorientierte Therapieangebote! 75% aller Betroffenen haben als Kind oder irgendwann im Leben traumatische Erfahrungen gemacht.

Weitere Infos:

Es ist so unglaublich, was in diesem Land mit psychisch kranken Menschen gemacht wird. Statt die Probleme an der Ursache zu bearbeiten, werden sie im grossen Stil mit Psychopharmaka betäubt!! Das geht bei Kindrn und Jugendlichen schon los…etwas unruhig? Hat ADHS…bekommt Ritalin…

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wer sich in einer schweren psychischen Krise selbst in eine Notaufnahme begibt, zeigt damit eine außerordentliche Stärke – und ein klares Signal: Ich brauche jetzt Hilfe. Wenn dieses Signal nicht die notwendige Antwort findet, kann das schwerwiegende Folgen haben, wie dieser Fall eindrücklich zeigt.

In psychiatrischen Akutsituationen – also in Krisen, bei denen Menschen ernsthaft in Gefahr sind, sich selbst zu verletzen – ist eine engmaschige Begleitung, Beobachtung und auf die Person abgestimmte Behandlung entscheidend. Wenn trotz geäußerter Suizidabsichten (also dem ausdrücklichen Wunsch oder der Absicht, das eigene Leben zu beenden) keine ausreichenden Schutzmaßnahmen und therapeutischen Angebote eingeleitet werden, können Menschen in der Einrichtung zu Schaden kommen, in der sie Schutz gesucht haben. Dass die betroffene Person in diesem Fall keinen realistischen Spielraum hatte, das Geschehen zu verhindern – sie hatte Hilfe gesucht, ihren Zustand klar kommuniziert und war auf das Handeln anderer angewiesen –, ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Eine Begleitperson kann beim Aufnahmegespräch anwesend sein und die geschilderten Beschwerden bekräftigen – sofern die betroffene Person damit einverstanden ist. Formulierungen wie „Sie hat mir heute Morgen gesagt, dass sie konkrete Pläne hat, sich etwas anzutun“ machen die Ernsthaftigkeit der Lage für das Behandlungsteam greifbar.
  • Wenn Angehörige das Gefühl haben, dass ein Krisensignal nicht ausreichend wahrgenommen wird, ist es möglich, direkt nachzufragen: „Welche Schutzmaßnahmen sind jetzt konkret geplant?“ oder „Wer ist heute Nacht zuständig, wenn es meiner Angehörigen schlechter geht?“
  • Angehörige können den Stationsarzt oder die Stationsärztin – also die medizinisch verantwortliche Person auf der Station – direkt ansprechen, wenn sie sich Sorgen machen. Eine schriftliche Notiz mit Datum und Uhrzeit über das eigene Anliegen und die erhaltene Antwort kann hilfreich sein, falls später Fragen entstehen.
  • Begleitpersonen können auch nach der Aufnahme regelmäßig Kontakt halten – per Telefon oder Besuch – und nachfragen, ob therapeutische Maßnahmen eingeleitet wurden. Das ist keine Einmischung, sondern ein wertvolles Sicherheitsnetz.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Krisennotfallkarte – eine kleine Karte, auf der Diagnosen, Medikamente, Bezugspersonen und Wünsche für den Krisenfall festgehalten sind – kann dabei helfen, auch in einer akuten Ausnahmesituation die wesentlichen Informationen klar zu übermitteln.
  • Eine Betreuungsverfügung oder Patientenverfügung kann festhalten, welche Behandlungsformen gewünscht oder ausdrücklich nicht gewünscht werden – zum Beispiel der Wunsch nach traumaorientierter Therapie (also Behandlungsformen, die auf die Ursachen belastender Erlebnisse eingehen) statt alleiniger Medikamentengabe.
  • Eine Vertrauensperson mit Vorsorgevollmacht kann in Situationen, in denen man selbst nicht handlungsfähig ist, die eigenen Interessen vertreten und beispielsweise auf eine bestimmte Behandlung bestehen oder einen Verlegungswunsch äußern.
  • Wenn nach einem stationären Aufenthalt das Gefühl bleibt, dass wichtige Behandlungsangebote – wie Traumatherapie – nicht eingeleitet wurden, ist es möglich, beim nachbehandelnden Arzt oder der Ärztin aktiv nach einer Überweisung zu fragen oder sich an eine spezialisierte Beratungsstelle zu wenden.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Beratung für Menschen, die Fragen zu ihrer Behandlung haben oder das Gefühl haben, nicht ausreichend versorgt worden zu sein – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei). Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen – damit andere von dem lernen können, was Ihnen widerfahren ist.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, sonstiger Bereich
Geschlecht: männlich

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