2024-257
Suizidabsichten nicht ernst genommen
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2015 meldete ich mich selbst in der Notaufnahme, weil ich wegen einer Krise starke Suizidgedanken mit Suizidabsichten hatte. Ichvkam auf die geschlossene Station. Man leitete aber weder eine ausreichende Behandlung noch Bewachung ein. Ich meldete mich beim Pflegepersonal, das es mir schlecht ging.
Ich wurde nicht gehört. Ich ging in mein Zimmer und strangulierte mich. Ich musste reanimiert werden. Man gab mir Medikamente und später Bezos die mich in die Abhängigkeit führten. Das ist alles in den Entlassberichten dokumentiert. Bei späteren Aufenthalten im gleichen Khs gab es stets zu wenig Personal um mein Problem nachhaltig zu lösen.
Medikamente waren deren einziger wirkliche Lösungsansatz. Die haben das Problem aber nicht gelöst…Traumatherapie wurde nicht eingeleitet, obwohl klar zu erkennen war das es sich um Traumafolgen handelt. Ich habe das damals auch eigefordert. Ohne Erfolg.
Wer sich in einer schweren psychischen Krise selbst in eine Notaufnahme begibt, zeigt damit eine außerordentliche Stärke – und ein klares Signal: Ich brauche jetzt Hilfe. Wenn dieses Signal nicht die notwendige Antwort findet, kann das schwerwiegende Folgen haben, wie dieser Fall eindrücklich zeigt.
In psychiatrischen Akutsituationen – also in Krisen, bei denen Menschen ernsthaft in Gefahr sind, sich selbst zu verletzen – ist eine engmaschige Begleitung, Beobachtung und auf die Person abgestimmte Behandlung entscheidend. Wenn trotz geäußerter Suizidabsichten (also dem ausdrücklichen Wunsch oder der Absicht, das eigene Leben zu beenden) keine ausreichenden Schutzmaßnahmen und therapeutischen Angebote eingeleitet werden, können Menschen in der Einrichtung zu Schaden kommen, in der sie Schutz gesucht haben. Dass die betroffene Person in diesem Fall keinen realistischen Spielraum hatte, das Geschehen zu verhindern – sie hatte Hilfe gesucht, ihren Zustand klar kommuniziert und war auf das Handeln anderer angewiesen –, ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, neutrale Beratung für Menschen, die Fragen zu ihrer Behandlung haben oder das Gefühl haben, nicht ausreichend versorgt worden zu sein – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei). Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen – damit andere von dem lernen können, was Ihnen widerfahren ist.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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