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2025-331

für alles bedarf es Widersprüche und Kampf

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Fallbeschreibung:

Chronische Erkrankung: Kampf um Leistungen der Krankenkasse

Chronisch erkrankt und unsichtbar behindert. Medikation oder heilende Therapie gibt es für meine Erkrankung nicht. Off Label Medikamente werden nicht übernommen. Langzeitverordnungen für Therapien die Erleichterung und Linderung bringen werden nicht gewährt. Hilfe seitens der KK gibt es nicht.
Auch der Pflegegrad muss erst vor dem Sozialgericht erkämpft werden (läuft noch).

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Es ist nicht ein fester Sachbearbeiter zuständig, zudem ist keiner ausreichend und auf aktuellem Stand über ME/CFS geschult. Gutachter geben vor die Erkrankung zu kennen, beweisen im Gutachten durch nicht vollständige und falsche Angaben das Gegenteil und geben schädigende Empfehlungen ab.

Verbesserungsvorschläge:

Schulung über ME/CFS und die Besonderheiten. Feste Sachbearbeiter bei Patienten mit komplexen Erkrankungen

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen, für die es keine zugelassene Standardbehandlung gibt, stehen im Versorgungssystem vor besonderen Herausforderungen. Der Weg zu angemessener Unterstützung – sei es durch die Krankenkasse, den Medizinischen Dienst oder die Pflegeversicherung – kann sich lang, kräfteraubend und oft widersprüchlich anfühlen, gerade dann, wenn die Erkrankung selbst die Belastbarkeit stark einschränkt.

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine schwere neurologische Erkrankung, die von vielen Stellen im Versorgungssystem noch nicht ausreichend anerkannt oder verstanden wird. Dass Betroffene in dieser Situation auf Widerstand stoßen, spiegelt strukturelle Lücken im System wider – nicht das Versagen der erkrankten Person.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer möchte, kann verschiedene Möglichkeiten nutzen, um die eigene Position gegenüber Krankenkassen und Gutachtern zu stärken – auch wenn das angesichts der Erkrankung eine erhebliche Belastung darstellt.

  • Fachkundige Begleitung bei Widersprüchen suchen: Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose Beratung bei Konflikten mit Krankenkassen und im Widerspruchsverfahren. Es ist möglich, sich dort rechtlich und inhaltlich unterstützen zu lassen, ohne selbst alle Schritte allein einleiten zu müssen.
  • Gutachten schriftlich kommentieren: Bei Gutachten, die fehlerhafte oder unvollständige Angaben enthalten, ist es möglich, eine schriftliche Stellungnahme einzureichen. Eine Formulierung könnte lauten: „Ich widerspreche der Einschätzung in Punkt X, da sie nicht mit den vorliegenden Befunden vom [Datum] übereinstimmt.“
  • Spezialisierte ärztliche Unterstützung einbeziehen: Ein ärztliches Attest oder eine Stellungnahme von einer auf ME/CFS spezialisierten Fachstelle kann in Widerspruchs- und Klageverfahren als Gegendarstellung zu einem fehlerhaften Gutachten eingebracht werden.
  • Festen Ansprechpartner bei der Krankenkasse anfragen: Es ist möglich, schriftlich bei der Krankenkasse zu beantragen, dass bei komplexen Erkrankungen eine feste Fallbegleitung – ein sogenanntes Case Management – zugewiesen wird. Manche Kassen bieten dies an; ein Anspruch darauf besteht nicht überall, die Anfrage ist jedoch legitim.

Worauf Sie achten können

  • Alle Kommunikation mit der Krankenkasse schriftlich führen und Eingangsbestätigungen aufbewahren – das sichert die eigene Position im Widerspruchsverfahren.
  • Fristen bei Widersprüchen beachten: In der Regel beträgt die Widerspruchsfrist gegenüber Krankenkassenentscheidungen vier Wochen nach Zugang des Bescheids.
  • Patientenorganisationen wie die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS e. V. können Kontakte zu erfahrenen Ärzt:innen und rechtlicher Beratung vermitteln.
  • Gutachten dürfen angefordert werden: Als Versicherte haben Sie das Recht, das Gutachten des Medizinischen Dienstes vollständig einzusehen und eine Kopie zu erhalten.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie in einer ähnlichen Situation sind, können Sie sich kostenlos und anonym an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – telefonisch, online oder per Chat. Weitere Informationen und Berichte Betroffener finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de, wo Sie auch eigene Erfahrungen anonym melden können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:anderer Bereich
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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