2025-218
Verschreibung und Langzeitschäden durch Isotretinoin
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Ich habe Isotretinoin (20 mg) etwas über drei Monate lang eingenommen (August 2021). (Ich hatte keine Akne, lediglich 1-2 kleine Eiterpickel, mir wurde gesagt Langzeitschäden wären nicht möglich, alle Nebenwirkungen wurden runtergespielt, es hieß es ist so wie wenn ich eine Ibuprofen nehmen würde)
Jedenfalls ..Ich habe die Einnahme frühzeitig beendet, weil die Kopfschmerzen unerträglich wurden. Wochen oder Monate später fing alles an…
Anfangs wusste ich nicht, was mit mir los war. Ich habe mich selbst nicht mehr erkannt – ich fühlte mich nicht mehr wie „ich selbst“.
Nach intensiver Recherche wurde mir klar, dass Isotretinoin die Ursache war. (Dieses Gefühl hatte ich schon eine Weile…)
Ich war schockiert, als ich sah, wie groß die Community der Menschen ist, die unter Langzeitschäden leiden. ❤️🩹
Meine Nebenwirkungen bestehen bis heute.
Hier nur einige davon:
• Gelenkschmerzen
• Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)
• Haarausfall (Lichen planopilaris / LPP)
• Kopfschmerzen
• Tinnitus
• Schwindel
• Gürtelrose
• Mikro-Hämaturie
• Petechien
• Libidoverlust
• Anämie
• Konzentrationsstörungen
• Suizidale Gedanken
• Schnelle (Haut-)Alterung (Zelltod / Mitochondrienschäden / Gewebeverlust)
• Strohartiges, dünner werdendes Haar
• Lichtempfindlichkeit
• Trockene Augen
• Schlaflosigkeit
• Muskel- und Gelenkschwund
• Persönlichkeitsveränderungen
• Akathisie
• Raynaud-Syndrom
• Autoimmunerkrankung
Die Liste ist lang – und sie wird leider immer länger.
Wenn Menschen nach der Einnahme eines Medikaments anhaltende und schwerwiegende Beschwerden entwickeln, kann das die gesamte Lebensqualität tiefgreifend verändern – körperlich, psychisch und sozial. Es ist belastend und verwirrend, wenn Symptome auftreten, die man zunächst nicht einordnen kann, und wenn man das Gefühl hat, mit diesen Erfahrungen nicht gehört zu werden.
Isotretinoin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das vor allem bei schwerer Akne eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der Retinoide (Abkömmlinge von Vitamin A) und ist wirksam, hat aber ein bekanntes Nebenwirkungsprofil, das in der Fachliteratur dokumentiert ist. Dazu zählen unter anderem Auswirkungen auf Haut, Schleimhäute, Gelenke, Fettstoffwechsel und psychisches Wohlbefinden. Wie umfassend Patientinnen und Patienten vor Beginn einer solchen Behandlung aufgeklärt werden, kann je nach Praxis sehr unterschiedlich sein.
Vor der Einnahme eines neuen Medikaments ist es möglich, sich gezielt zu informieren und das Gespräch mit der behandelnden Person zu suchen.
Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Unterstützung suchen, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und anonym unter 0800 011 77 22. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – denn jeder Bericht kann dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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