2024-275
Nach Impfung starke, ständige Kopfschmerzen – bis heute nicht ernstgenommen
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Ich bin ein rationaler und pragmatischer Mensch… Nach der 3. Covid Impfung 💉 habe ich einen ganzen Tag lang nichts mehr gesehen! Ich hatte große Panik! Mit Hilfe vom Sprachsssistenten meines Telefons rief ich das Patiententelefon an. Auf Anweisung lies ich mich mit Hilfe eines Taxis zum Augenarzt fahren. Diese Ärztin kam zu dem Entschluss, dass alles Anatomisch korrekt sein und ich nach Hause gehen sollte. Das ich nichts gesehen hab, interessierte sie nicht. Am nächsten Tag fingen meine Augen wieder zu sehen an. Leider kann ich seither nicht mehr lesen weil die Augen dabei hin und her springen. Auch habe ich seither Migräne, ständige Kopfschmerzen und Augenringe. Mir ist egal ob es die Impfung war oder nicht. Ich werde von keinem Arzt ernst genommen und bekomme nur Schlaf sowie Migränetabletten. Angeblich ist das bei Frauen normal. Migräne kommt aller 2 Tage. Ich habe 4 verschiedene Schmerzmittel.
Anhaltende Beschwerden nach einer Impfung oder einem anderen medizinischen Ereignis können sehr belastend sein – körperlich und emotional. Wenn Symptome über lange Zeit nicht ausreichend untersucht werden und Betroffene das Gefühl haben, nicht ernst genommen zu werden, kann das das Vertrauen in die Versorgung stark erschüttern.
Situationen wie diese zeigen, dass Symptome manchmal schwer einzuordnen sind – und dass Betroffene trotz intensiver Bemühungen an Grenzen stoßen können. Wenn anhaltende Beschwerden keiner klaren Ursache zugeordnet werden, kann der Weg zur richtigen Anlaufstelle lang und zermürbend sein.
Wer über einen längeren Zeitraum immer wieder ähnliche Symptome erlebt und das Gefühl hat, nicht ausreichend untersucht zu werden, hat verschiedene Möglichkeiten, die eigene Situation aktiv zu gestalten.
Wenn Sie das Gefühl haben, mit Ihren Anliegen nicht weiterzukommen, ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) eine kostenlose und vertrauliche Anlaufstelle – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen anonym zu berichten – damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und das Gesundheitssystem sicherer werden kann.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Fehlende Hepatitis-B-Kontrolle und Impfungen vor Beginn einer MS-Therapie: Wie ein CIRS-Fall zeigt, worauf Patienten achten sollten.
Fall lesen →Ein Patient mit anhaltenden Beschwerden nach COVID-Impfung wird vom Hausarzt abgewiesen. Was Betroffene in solchen Situationen tun können.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Vor MTX-Therapie bei rheumatoider Arthritis wurde der Impfstatus nicht geprüft. Was Patienten wissen sollten.
Fall lesen →Ein Betroffener schildert schwere Gürtelrose am Kopf mit Augenbeteiligung. Warum frühe Impfung und bessere Aufklärung Leben verändern können.
Fall lesen →Herzprobleme nach Impfung, Hygieneversagen im Krankenhaus und ein übersehener Herzblock: Ein Fall zeigt, wie viel auf dem Spiel steht.
Fall lesen →Ein Patient berichtet von zahlreichen anhaltenden Beschwerden nach einer Impfung. Was dieser CIRS-Fall über Patientensicherheit lehrt.
Fall lesen →Ein Patient berichtet von einer Impfung unter Druck – mit anhaltenden Beschwerden. Was sagen Patientenrechte und informierte Einwilligung dazu?
Fall lesen →Ein Mädchen wurde ohne Absprache mit HPV statt Tetanus geimpft. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie wichtig Kommunikation bei Impfterminen ist.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team