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2025-220

Beharrlichkeit der Mutter (Pflegefachfrau) rettet neugeborenes Kind

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Fallbeschreibung:

Vitamin-K-Mangel beim Neugeborenen: Früherkennung rettet Leben

Ich bin Pflegefachfrau und kam mit meinem 3 Wochen alten Neugeborenen in die Notaufnahme einer Kinderklinik, weil es Blut erbrochen hatte. Ich wusste, dass das Stillen solange her war, dass das nicht daher komme konnte. In der Notaufnahme kam ich weinend mit dem Baby auf dem Arm an und mir wurde gesagt, das kann nicht sein, das kommt vom Stillen und ich soll wieder nach Hause gehen. Da ich nicht gehen wollte fiel das Wort: hysterische Mutter, die das falsch einschätzt. Wäre ich nicht vom Fach gewesen wäre ich womöglich heim gegangen. Ich blieb dort sitzen bis mein Kind hellrotes Blut gespuckt hat und die Schwestern gesehen haben, dass ich nicht gestillt habe. Dann ging alles sehr schnell. Durch das Labor nachgewiesen hat das Baby einen extremen VIT K-Mangel und die Gerinnung hat nicht funktioniert.
Bei der Geburt war VIT K dokumentiert. Es konnte nicht mehr nachvollzogen werden, ob es gegeben wurde. Nach dem das Labor da war wurde VIT K gespritzt und es erfolgte eine stationäre Aufnahme. Die Gerinnung kam in Gang. Das Baby setzt noch Teerstuhl ab und nach drei Tagen wurden wir gesund entlassen.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

falsche Einschätzung der Situation durch das Personal der Notaufnahme, Mutter nicht ernst genommen

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn Eltern mit einem sehr kranken Neugeborenen in die Notaufnahme kommen, stehen sie unter extremem emotionalem Druck – und genau das kann dazu führen, dass ihre Beobachtungen nicht das Gewicht erhalten, das sie verdienen. Fälle wie dieser zeigen, wie wichtig es ist, dass Eltern als wichtige Informationsquelle ernst genommen werden, und wie viel ihr Beharren bewirken kann.

In diesem Fall hatte die Mutter ein Neugeborenes mit Blutungszeichen, die auf einen Vitamin-K-Mangel (ein lebenswichtiger Blutgerinnungsstoff) hindeuteten. Ihre genaue Beobachtung – dass das Blut nicht vom Stillen stammen konnte – erwies sich als richtig und lebensrettend.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Eltern kennen ihr Kind am besten. Wenn etwas nicht stimmt, ist es möglich, diese Einschätzung klar und beharrlich zu vertreten – auch unter schwierigen Bedingungen.

  • Es ist möglich, die eigenen konkreten Beobachtungen so genau wie möglich zu beschreiben: Wann hat das Symptom begonnen? Wie sah es genau aus? Welche Umstände sind ausgeschlossen? Ein Beispiel: „Mein Kind hat Blut erbrochen. Das letzte Stillen war vor mehr als drei Stunden – das kann also nicht daher kommen.“
  • Wer das Gefühl hat, nicht gehört zu werden, kann darum bitten, mit einer anderen Fachperson oder einer Vorgesetzen zu sprechen: „Ich möchte, dass meine Beobachtung nochmals von jemandem bewertet wird – ich bin sehr besorgt.“
  • Es ist möglich, die Notaufnahme nicht zu verlassen, solange die eigene Sorge nicht nachvollziehbar beantwortet wurde. Das Bleiben ist ein legitimes Mittel – kein Zeichen von Überreaktion.
  • Wer eine Begleitperson dabei hat, kann dieser eine klare Aufgabe geben: zum Beispiel, die Aussagen der Eltern zu bestätigen oder bei der Kommunikation mit dem Personal zu unterstützen.

Worauf Sie achten können

  • Neugeborene erhalten nach der Geburt üblicherweise Vitamin K – es ist möglich, sich kurz nach der Geburt bestätigen zu lassen, dass dies tatsächlich verabreicht wurde.
  • Ungewöhnliche Symptome bei Neugeborenen – zum Beispiel Blut im Erbrochenen, sehr dunkler oder teerartiger Stuhl (Teerstuhl) oder ungewöhnliche Blässe – können Zeichen sein, die eine sofortige medizinische Abklärung rechtfertigen.
  • Wenn eine Einschätzung des medizinischen Personals nicht nachvollziehbar ist, ist es möglich, konkret nachzufragen: „Was spricht gegen eine Blutungsursache? Welche Untersuchungen wurden ausgeschlossen?“
  • Erfahrungen wie diese – ob positiv oder negativ – können auf mehr-patientensicherheit.de gemeldet werden, damit andere davon lernen können.

Sie sind nicht allein

Wer das Gefühl hat, in einer medizinischen Situation nicht ernst genommen worden zu sein, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und neutral. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: Neugeborene (bis 27 Tage alt)
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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