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2024-599

zu wenig Pflegepersonal und keine Krankengymnastik

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Fallbeschreibung:

Pflegemangel nach Darm-OP: Risiken durch fehlende Mobilisierung

sehr gute kompetente OPs, aber viel zu wenig Pflegepersonal, keine Krankengymnastik. Alter Pat wurde nach teurer Roboter-assistierter Darm-OP über 7 Tage gar nicht mobilisiert. Dementsprechend Darmatonie, Aspirationspneumonie. Pflegemangel, die Bettwäsche wurde nicht gewechselt, Schnabelbecher standen verschimmelt am Bett.

Gut gelaufen:

das OP Team war super, haben auch offen kommuniziert, dass es im Pflege- und Physiobereich nicht gut läuft

Schlecht gelaufen:

die mangelnde Nachsorge hat den Verlauf kompliziert und hatte zu fast tödlichen Komplikationen geführt. Es reicht nicht aus, Geld nur in Dinge zu stecken, die dem Krankenhaus unmittelbar hohe Gewinne bringen. (ist übrigens so, seit das Klinikum privatisiert wurde)

Verbesserungsvorschläge:

die Privatisierung von Klinken rückgängig machen, verbieten, dass Aktionäre auf Kosten des überlasteten Personals und Patienten Rekordgewinne einfahren. Nicht nur teure Prozeduren bezahlen, sondern die genauso wichtige Pflege und Physio und Gespräche vergüten.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein älterer Mensch nach einer großen Operation nicht ausreichend betreut und bewegt wird, kann das ernsthafte Folgen haben – das ist eine belastende Erfahrung, die Angehörige oft hilflos zurücklässt. In dem hier geschilderten Fall führte fehlende Frühmobilisierung (das heißt: das schrittweise Aufstehen und Bewegen nach einer Operation) sowie mangelnde pflegerische Versorgung zu schwerwiegenden Komplikationen: Der Darm stellte seine Tätigkeit ein (sogenannte Darmatonie), und es entwickelte sich eine Lungenentzündung durch Einatmen von Mageninhalt (Aspirationspneumonie). In einer solchen Situation – hohes Alter, schwere Operation, Abhängigkeit von pflegerischer Hilfe – haben Betroffene selbst keinen realistischen Spielraum, auf diese Versorgungslücken einzuwirken. Das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

Angehörige können – wenn sie die Möglichkeit haben, präsent zu sein – eine wichtige Rolle übernehmen: als aufmerksame Beobachtende und als Stimme der betroffenen Person.

  • Wenn Angehörige Lücken in der Versorgung bemerken – etwa fehlende Mobilisierung oder unhygienische Zustände –, ist es möglich, das direkt und ruhig anzusprechen: „Wann ist geplant, dass mein Vater heute das erste Mal aufsteht? Was können wir dazu beitragen?“ Solche Fragen signalisieren Interesse, ohne zu konfrontieren.
  • Es kann hilfreich sein, gezielt nach einem Behandlungsplan zu fragen – also danach, welche pflegerischen und physiotherapeutischen Maßnahmen nach der Operation vorgesehen sind und wer dafür zuständig ist.
  • Wenn die Sorge besteht, dass wichtige Versorgungsschritte ausbleiben, ist es möglich, die Pflegeleitung oder den ärztlichen Dienst direkt zu kontaktieren – auch schriftlich, etwa per Nachricht oder Notiz, damit es dokumentiert ist.
  • Im Austausch mit dem OP-Team, das im geschilderten Fall offen kommuniziert hat, kann man gezielt nachfragen, welche Nachsorgeschritte besonders wichtig sind – und wer sicherstellt, dass diese stattfinden.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Vorsorgevollmacht und ein Patientenbrief ermöglichen es, dass Angehörige im Ernstfall rechtlich abgesichert Auskunft erhalten und Entscheidungen mitgestalten können – auch wenn die betroffene Person selbst nicht sprechen kann.
  • Vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt ist es möglich, gemeinsam mit dem behandelnden Team zu besprechen, welche Nachsorgemaßnahmen – Pflege, Physiotherapie, Ernährung – konkret geplant sind.
  • Es kann sinnvoll sein, vorab zu klären, ob und wie Angehörige in die Pflege einbezogen werden können – etwa beim Unterstützen bei Bewegungsübungen oder bei der Körperpflege.
  • Erfahrungsberichte und Bewertungen zu Kliniken (z. B. über den Weißen Liste-Klinikfinder oder ähnliche Portale) können bei der Auswahl einer Einrichtung eine Orientierung bieten – insbesondere im Hinblick auf Pflegepersonalausstattung und Patientenzufriedenheit.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie als Angehörige eine solche Situation erlebt haben, stehen Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) sowie das Portal mehr-patientensicherheit.de zur Verfügung – dort können Sie kostenlos Beratung erhalten und Ihre Erfahrungen anonym melden, damit andere davon lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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