Icon Mehr-Patientensicherheit
2024-1222

Vom Operateur (Knie-TEP) „angeordnete“ Maßnahmen nicht durchgeführt

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Lymphdrainage nach Knie-TEP: Verordnung nicht umgesetzt

Knie-TEP, anschließende Reha; Operateur legte Wert auf tägl. manuelle Lymphdrainage -wie verordnet-. Ich solle auf alle Fälle darauf achten. Maßnahmen wg. Personalmangels statt täglich nur 2mal manuell, 5mal mit Automat in 3 Wochen durchgeführt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

s.o.

Verbesserungsvorschläge:

den VO des Operateurs folgen

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Nach einer großen Operation wie dem Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks (Knie-TEP – Totalendoprothese) ist die Nachbehandlung ein wesentlicher Teil des Heilungsprozesses. Es kann vorkommen, dass Maßnahmen, die der operierende Arzt ausdrücklich verordnet hat, in der anschließenden Rehabilitationseinrichtung nicht in der vorgesehenen Häufigkeit durchgeführt werden – zum Beispiel, weil nicht ausreichend Personal zur Verfügung steht. In solchen Situationen entsteht eine Lücke zwischen dem, was medizinisch geplant war, und dem, was tatsächlich stattfindet.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer nach einer Operation in eine Rehabilitationseinrichtung wechselt, kann sich im Voraus oder bei Aufnahme über die geplante Behandlung informieren und diese im Blick behalten.

  • Bei der Aufnahme in die Reha-Einrichtung ist es möglich, den Behandlungsplan aktiv anzusprechen und zu fragen, welche Maßnahmen in welcher Häufigkeit vorgesehen sind – zum Beispiel: „Mein Operateur hat täglich manuelle Lymphdrainage verordnet – wie ist das hier geplant?“
  • Kommt es zu Abweichungen von der Verordnung, kann man das Behandlungsteam darauf ansprechen und um eine Erklärung bitten – ohne Vorwurf, aber klar: „Ich bemerke, dass die Lymphdrainage seltener stattfindet als verordnet. Was ist der Grund dafür?“
  • Es ist möglich, Veränderungen im eigenen Befinden – etwa zunehmende Schwellung oder Schmerzen – schriftlich festzuhalten und dem Behandlungsteam mitzuteilen.
  • Falls Bedenken bestehen, kann eine Angehörige oder ein Angehöriger als Begleitperson einbezogen werden, die oder der gemeinsam mit dem Patienten das Gespräch mit dem Reha-Team sucht.

Worauf Sie achten können

  • Liegt die Verordnung des Operateurs schriftlich vor und wurde sie bei der Reha-Aufnahme übergeben?
  • Werden die verordneten Maßnahmen in der geplanten Häufigkeit tatsächlich durchgeführt – und falls nicht, wird das begründet?
  • Gibt es eine Ansprechperson in der Einrichtung (z. B. Stationsleitung, ärztlicher Dienst), an die man sich bei Unstimmigkeiten wenden kann?
  • Verändern sich Symptome wie Schwellung oder Beweglichkeit des operierten Gelenks in einem Ausmaß, das über das Erwartbare hinausgeht?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Rehaeinrichtung, stationär
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team