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2024-934

Keine Ultraschalluntersuchung wegen Arztstress – aggressiver Dickdarmtumor verspätet erkannt

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Fallbeschreibung:

Verzögerte Diagnose: Dickdarmtumor wegen Personalmangel übersehen

Ich hatte eine längere Zeit Magen- und Bauchschmerzen und bat um Ultraschallbefund. Da die Ärztin nach eigenen Angaben allein war, musste ich unverichteter Dinge nach Hause gehen.

Später stellte sich heraus, dass ich einen aggressiven Dickdarmtumor hatte. Dieser wurde zum Glück total entfernt und ich brauche keine weiteren Maßnahmen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich selbst herausfinden muss, was mir fehlt.

Gut gelaufen:

Nachdem der Chefarzt zurück war, bekam ich schnell eine Überweisung zur Gastroenterologie und eine Überweisung zur CT und schließlich eine Einweisung ins Krankenhaus. Ich bin dankbar, dass es alles sehr zügig vor sich ging und ich schnell Hilfe bekam, s. Operation mit acht Tagen Krankenhaus-Aufenthalt und vollkommene Genesung. Es klappt doch. Danke!

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Anhaltende Bauch- und Magenschmerzen sind belastend – körperlich und emotional. Wenn eine gewünschte Untersuchung nicht stattfinden kann, weil die Praxis in diesem Moment personell nicht ausreichend besetzt ist, kann das für Betroffene sehr verunsichernd sein und zu einer Verzögerung der Diagnose führen. Solche Situationen entstehen nicht selten durch strukturelle Engpässe in der ambulanten Versorgung – sie sind keine Ausnahme, sondern ein bekanntes Problem im Gesundheitssystem.

In diesem Fall verlief die weitere Versorgung nach einem erneuten Praxisbesuch erfreulich zügig: Eine Überweisung zur Facharztpraxis für Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenterologie), eine Computertomographie (CT-Untersuchung) und schließlich eine Operation führten zur vollständigen Genesung. Das zeigt, dass das System funktionieren kann – auch wenn der Weg dorthin manchmal Beharrlichkeit erfordert.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer bei anhaltenden Beschwerden das Gefühl hat, nicht ausreichend untersucht worden zu sein, hat verschiedene Möglichkeiten, um die eigene Versorgung aktiv voranzubringen.

  • Einen neuen Termin einfordern oder nachfragen: Wenn eine Untersuchung beim ersten Besuch nicht möglich war, ist es möglich, ausdrücklich um einen Folgetermin speziell für diese Untersuchung zu bitten – etwa mit den Worten: „Ich würde gerne einen Termin vereinbaren, bei dem der Ultraschall nachgeholt werden kann.“
  • Beschwerden schriftlich festhalten: Ein kurzes Tagebuch mit Datum, Art und Stärke der Beschwerden kann dabei helfen, beim nächsten Arztgespräch ein vollständiges Bild zu vermitteln. Das erleichtert dem medizinischen Personal die Einschätzung.
  • Eine zweite Meinung einholen: Bei länger anhaltenden, ungeklärten Beschwerden ist es möglich, eine andere Praxis aufzusuchen oder direkt eine Facharztpraxis zu kontaktieren. Gesetzlich Versicherte haben einen Anspruch auf eine zweite ärztliche Meinung.
  • Eine Begleitperson mitbringen: Eine Vertrauensperson kann beim Arztgespräch dabei sein, beim Erinnern von Informationen helfen und im Zweifelsfall unterstützen, eigene Anliegen zu formulieren.

Worauf Sie achten können

  • Sind meine Beschwerden klar und vollständig geschildert – einschließlich Dauer, Häufigkeit und Stärke?
  • Habe ich nachgefragt, warum eine gewünschte Untersuchung nicht durchgeführt wird – und wann sie nachgeholt werden kann?
  • Kenne ich meinen Anspruch auf eine Überweisung zu einer Facharztpraxis, wenn die Beschwerden länger anhalten oder sich verschlechtern?
  • Weiß ich, dass ich mich bei Unsicherheit an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden kann, um meine Rechte als Patientin oder Patient zu klären?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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