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2024-1040

Arztaustritte aus Krankenkassenverbund / Arztmangel

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Fallbeschreibung:

Ärztemangel: Wenn Kinderärzte den Kassenbetrieb aufgeben

Nachdem mein Allgemeinarzt bereits vor 2 Jahren aus dem Krankenkassenverbund ausgetreten war tut dies nun auch der Kinderarzt meiner Kinder. Es besteht sowieso schon ein Mangel an Kinderärzten im Südwesten von Deutschland und jetzt gibt es noch einen Kinderarzt weniger. Einige der bekannten Familien hatten schon davor keinen Kinderarzt und müssen direkt in die Klinik.

Und warum? Der Kinderarzt ist ein herzensguter Mensch, er tut alles für die Kinder. Und nun bekommt er wegen „Zuviel Arbeits“ eine Strafe (ist für mich gleichbedeutend wie Rückzahlung des Honorars). Für zwei Jahre. Und nun hört er auf. Echt jetzt? Wie kann das denn sein dass zentrale Institutionen (unter anderem KK) für einen Ärztemangel verantwortlich sind? Dass sie Ärzte aus dem Beruf treiben? Aus dem Verbund raus?

Künftig werde also auch ich bei einem medizinischen Vorfall direkt mit meinen Kindern in die Klinik müssen. Wie viele andere auch.

Gut gelaufen:

Der Arzt ist gut. Bzw. die Ärzte die ich im Sinn dieser Beschwerde meine.

Schlecht gelaufen:

Notstand! Ärztemangel!

Verbesserungsvorschläge:

Ärzte die Arbeiten nicht bestrafen. Konditionen im Kassenverbund verbessern. Ich schreibe jetzt mal nicht: „Möglichkeit auf Privatärzte auszuweichen“ da das sowieso aussichtslos ist

Weitere Infos:

Es gibt Zeitungsbeiträge und sogar eine Petition für den Kinderarzt.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn eine vertraute Arztpraxis schließt oder aus dem Kassensystem – also dem System, über das gesetzlich Versicherte Zugang zu ärztlicher Versorgung erhalten – austritt, ist das für betroffene Familien mehr als ein organisatorisches Problem. Es bedeutet oft den Verlust einer gewachsenen Vertrauensbeziehung und, besonders in Regionen mit ohnehin knappem Angebot, eine echte Versorgungslücke. In solchen Situationen fühlen sich Eltern mit kranken Kindern nicht selten alleingelassen – ohne klare Anlaufstelle und ohne ausreichend Zeit, eine neue zu finden.

Strukturelle Faktoren wie Abrechnungsbedingungen und regionale Ärzteverteilung liegen außerhalb des Einflussbereichs einzelner Familien. Der folgende Abschnitt benennt dennoch Möglichkeiten, die im konkreten Alltag hilfreich sein können.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn eine Praxis wegfällt, lohnt es sich, frühzeitig nach Alternativen zu suchen – auch bevor ein akuter Bedarf entsteht.

  • Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des jeweiligen Bundeslandes ist verpflichtet, die Versorgung sicherzustellen. Es ist möglich, dort direkt anzufragen, welche kinderärztlichen Praxen in der Umgebung noch Kassenpatienten aufnehmen. In einigen Bundesländern gibt es dafür eine eigene Hotline oder ein Online-Portal.
  • Für akute Erkrankungen außerhalb der Sprechzeiten kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Rufnummer 116 117 eine erste Anlaufstelle sein – auch für Kinder. Eine Formulierung wie: „Mein Kind hat Fieber und ich habe derzeit keinen Kinderarzt – kann mir jemand sagen, wohin ich mich wenden kann?“ ist dort möglich.
  • Einige Kinderambulanzen an Krankenhäusern bieten auch ohne stationäre Einweisung eine Erstversorgung an. Es kann sich lohnen, vorab zu klären, welche Klinik in der Nähe diese Möglichkeit bietet – bevor eine Notlage eintritt.
  • Der Austausch mit anderen betroffenen Familien – etwa über bekannte Netzwerke oder lokale Elterngruppen – kann helfen, praktische Hinweise auf noch aufnahmefähige Praxen zu erhalten.

Worauf Sie achten können

  • Liegt die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116 117) gut sichtbar zu Hause oder im Telefon gespeichert?
  • Ist bekannt, welche nächstgelegene Kinderklinik oder Kinderambulanz im Notfall erreichbar ist – und wie lange die Anfahrt dauert?
  • Gibt es für das Kind eine kurze schriftliche Übersicht zu bestehenden Erkrankungen, Allergien und Medikamenten, die bei einem unbekannten Arzt oder in der Notaufnahme vorgelegt werden kann?
  • Ist die eigene Krankenkasse darüber informiert, dass kein Kinderarzt mehr zur Verfügung steht? Krankenkassen sind verpflichtet, bei der Suche zu helfen, und können in manchen Fällen aktiv vermitteln.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 5-14 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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