2024-1179
Tupfer nach der Geburt in der Scheide vergessen
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Bei der Versorgung wurde nach der Geburt ein Tupfer in der Scheide vergessen.
Schmerzen und übelriechender Ausfluss waren die Folge.
Tupfer kam 5 Wochen nach der Geburt selbstständig raus.
Großer Aufwand, Wartezeit für Untersuchung, Kosten, psychischer Stress aufgrund der Sorge.
Eine Geburt ist ein außergewöhnliches Ereignis – körperlich und emotional zugleich. Dass ausgerechnet in dieser verletzlichen Phase etwas Unvorhergesehenes wie das Vergessen eines Tupfers (ein kleines Stück Verbandsmaterial, das zur Blutstillung eingesetzt wird) passiert, ist für Betroffene und Angehörige schwer zu verarbeiten.
In einer Situation wie dieser gab es für die betroffene Person keinen realistischen Spielraum, selbst einzugreifen oder das Problem frühzeitig zu erkennen. Das ist wichtig anzuerkennen: Verantwortung für einen solchen Fehler liegt nicht bei der Patientin. Schmerzen und übelriechender Ausfluss nach der Geburt können viele Ursachen haben und sind nicht leicht einzuordnen – erst recht nicht kurz nach einer Entbindung.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und vertrauliche Beratung für Menschen, die nach einem medizinischen Ereignis Fragen haben oder Unterstützung suchen. Auf mehr-patientensicherheit.de können Betroffene und Angehörige eigene Erfahrungen anonym berichten und damit dazu beitragen, dass ähnliche Situationen in Zukunft seltener vorkommen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Zwei vergessene Operationsfäden führten nach einem Knochenaufbau im Oberkiefer zu einer Infektion und dem Scheitern des Eingriffs. Ein CIRS-Lernfall.
Fall lesen →Ein Draht brach bei einer Gallenwegs-OP ab – zunächst unbemerkt. Erst nach starken Schmerzen und Notaufnahme folgte die Diagnose. Ein wichtiger CIRS-Fall.
Fall lesen →Statt der besprochenen Bandscheiben-OP wurde ein anderes Verfahren durchgeführt – und ein Fremdkörper verschwiegen. Ein erschütternder CIRS-Fall.
Fall lesen →Ein verbliebener Fadenknoten im Fingerstumpf verhinderte 4 Monate lang die Wundheilung. Wie der Fall erkannt und behoben wurde.
Fall lesen →Katheterspitze brach bei Aneurysmaversorgung ab und löste Hirnblutungen aus. Dieser CIRS-Fall zeigt, welche Risiken bei Gefäßeingriffen auftreten können.
Fall lesen →Nach einer Hernien-OP entwickelte sich ein Bauchdeckenbruch. Das Netz war zusammengeknüllt im Bauch – ein CIRS-Fall über Wundkomplikationen und Nachsorge.
Fall lesen →Nicht auflösbares Nahtmaterial nach einem Hauteingriff führte zu schweren Wundkomplikationen. Ein CIRS-Fall über Risiken und Patientensicherheit.
Fall lesen →Nach einer Metallentfernung verblieb ein Implantat-Rest im Knochen – ohne Information an den Patienten. Ein CIRS-Fall über Kommunikation und Sicherheit.
Fall lesen →Eine Fistel blieb trotz MRT, CT und vieler Kliniken jahrelang unerkannt. Ein Patientenbericht über Diagnoseverzögerung und den Weg zur Heilung.
Fall lesen →Nach einer Bauch-OP blieb eine Kompresse im Körper – erst ein halbes Jahr später zufällig entdeckt. Ein Fall über Risiken und Folgen für Patienten.
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
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Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team