2024-242
Aufklärung und Durchführung stimmten nicht überein
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Wegen einer krankhaften Wucherung auf der Mandel sollte eine Biopsie in Vollnarkose durchgeführt werden. In der Chirurgischen Aufklärung war von einer sehr kleinen Menge die Rede, aufgewacht bin ich gänzlich ohne Mandel und das gesamte OP-Gebiet war mit dem Elektrokauter bearbeitet.
Außerdem wurde zur Anästhesie Aufklärung besprochen, dass mit eine Spiraltubus über die Nase vorgegangen wird. In der Einleitung teilte man mir mit, dass man sich spontan für eine fieberoptische Wachintuabtion entschieden hatte, mit dem Nebensatz, dass an mir die Assistentin gut üben könne, wegen fehlendem Würgereiz.
Es kann sehr belastend sein, wenn das, was vor einer Operation besprochen wurde, und das, was tatsächlich durchgeführt wird, nicht übereinstimmen. Das Vertrauen in das medizinische Team, das für eine Operation so wichtig ist, kann durch solche Erlebnisse ernsthaft erschüttert werden.
Vor Operationen finden in der Regel zwei getrennte Aufklärungsgespräche statt: eines zur geplanten Operation selbst (chirurgische Aufklärung) und eines zur Narkose (Anästhesieaufklärung). In beiden Gesprächen wird erläutert, was geplant ist – und diese Planung kann sich bis zum Eingriff verändern. Was dabei nicht immer ausreichend kommuniziert wird: Solche Änderungen berühren grundsätzlich das Recht der Patient:innen auf informierte Einwilligung. Dieses Recht bedeutet, dass eine Einwilligung nur dann rechtlich gültig ist, wenn sie auf vollständiger und verständlicher Information beruht – und dass sie jederzeit widerrufbar ist. Zudem ist bekannt, dass die Situation unmittelbar vor einem Eingriff für viele Menschen mit einem starken Gefühl der Abhängigkeit verbunden ist – besonders nach langen Wartezeiten. Das ist eine menschlich nachvollziehbare Erfahrung, über die selten offen gesprochen wird.
Wer sich im Vorfeld einer Operation vorbereiten möchte, findet hier einige Möglichkeiten, die den eigenen Handlungsspielraum stärken können.
Erfahrungen wie diese können noch lange nachwirken – das Gefühl, nicht ausreichend informiert oder ernst genommen worden zu sein, ist belastend und berechtigt. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unparteiische Beratung für Menschen, die ihre Erlebnisse einordnen oder weitere Schritte erwägen möchten. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, eigene Erfahrungen anonym zu melden – damit andere von diesen Situationen erfahren und die Versorgung insgesamt sicherer werden kann.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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