Icon Mehr-Patientensicherheit
2024-1048

Koma als Folge von Darm-OP – keine ausreichende Kommunikation

Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular

Fallbeschreibung:

Komplikation nach Darm-OP: Koma durch verzögerte Behandlung

Bei mir sollte ein kleines Stück vom Darm entfernt werden, angeblich eine Kleinigkeit. Bei der OP ist der Darm nicht richtig zusammen genäht worden. Am Folgetag bekam ich in der Nacht starke Schmerzen und musste übergeben. Bin dann aber erst am nächsten Tag nachmittags wieder operiert worden. Da war der Körper aber schon vergiftet und es stand nicht fest, ob ich überlebe.

Ich lag dann 3 Wochen im Koma und konnte danach weder stehen noch laufen. Man hat mich dann trotzdem nach einer Woche in ein Pflegeheim abgeschoben, wo ich auf mich allein gestellt wieder laufen lernen musste.

Insgesamt war ich ca. 10 Wochen von zu Hause weg. Nachdem ich mich einigermaßen erholt hatte, stellte man nach ca. 9 Monaten fest , dass ich nochmal aufgrund der vorherigen OPs am Bauch operiert werden musste.

Im Krankenhaus wurde mir gesagt, dass so etwas vorkommen kann und auch meine Krankenkasse hat ähnliches gesagt.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Ich bin zu spät das zweite Mal operiert worden, so dass ich da schon im ganzen Körper vergiftet war.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Ich hätte mir im Nachgang zu meinem Fall eine bessere Unterstützung von meiner Krankenkasse erhofft.

Präventionsmaßnahmen:

Dieser Fall zeigt, wie wichtig ist es, dass Patienten und Angehörige Ängste, Sorgen und Bedenken im gesamten Behandlungsprozess offen ansprechen und diese vom Gesundheitspersonal ernst genommen werden. Hierzu haben wir bereits einen ersten Tipp für Patienten und Angehörige erstellt:  https://mehr-patientensicherheit.de/wp-content/uploads/2024/02/mehrPatientensicherheit_TippsVersicherte_01.pdf Eine offene und transparente Kommunikation vom Gesundheitspersonal bei kritischen Verläufen mit Patienten und Angehörigen ist essentiell! Patienten und Angehörige möchten verstehen, warum etwas ggf. nicht gut bei der Behandlung verlaufen ist und es zu solchen kritischen Verläufen kam. Dies kann nur mit einer proaktiven und empathischen Kommunikation mit Patienten erreicht werden. Wir empfehlen, solche kritischen Verläufe dem klinikinternen Risiko- und Beschwerdemanagement (telefonisch oder schriftlich) zu melden. Damit die Klinik die Möglichkeit hat aus solchen kritischen Ereignissen zu lernen und Patienten eine Rückmeldung zu geben. Darüberhinaus könnten Sie eine schriftliche Beschwerde bei Ihrer Krankenkasse einreichen und um eine Aufklärung Ihres Falls bitten. Für weitere Beratung zu gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen kann auch die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kontaktiert werden: https://www.patientenberatung.de/ bzw. das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums oder die Schlichtungsstelle der Ärztekammer. Darüber hinaus ist bei Verdacht auf Behandlungsfehler das Einholen einer juristischen Beratung bzw. Unterstützung zu empfehlen. Weitere Informationen finden Sie auch in dieser Broschüre: https://www.aps-ev.de/wp-content/uploads/2023/06/2019-PI_Reden_bester_Weg_2Aufl-1.pdf

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Operationssaal, Krankenhaus, Intensivstation
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

Icon Pfeil nach unten

Wählen Sie eines der anderen Themen

Wählen Sie das Thema aus, das zu Ihrem Fall am besten passt oder über welches Sie weitere Informationen und berteits veröffentlichte Fälle lesen möchten. Alternativ können Sie Ihren Fall auch direkt über das Meldeformular berichten.
Ersatzkassen des vdek

Die Betriebskrankenkassen:

Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team