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2026-096

Wach während OP / Aufwachraum

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Fallbeschreibung:

Wach während der OP: Erfahrungsbericht zur Anästhesiezwischenfälle

Nierenkrebs OP
Während meiner Tumorentfernung würde Ich kurzeitig wach für 3 Sekunden. Ich bekam die Anweisung mit, Gas ablassen, Gas ablassen und sah direkt in die Augen des Arztes. Ich nahm meinen Bauch optisch wahr. Wie ein Ballon aufgeblasen. Es war eine Da Vinci OP. Schmerzen hatte Ich keine verspürt….
Im Aufwachraum ging es weiter…. Ich musste ununterbrochen erbrechen, obwohl Ich mich strikt an die Nüchternheit hielt.
Ich wurde gut betreut, und man sagte mir im Gespräch, das jeder mal sterben müsste. Ständig wurden irgendwelche Substanzen über den Zugang gespritzt. Auf der Station nach 6 Stunden Wachraum unterhielt sich die Wachraumschwester mit dem Personal auf der Station: Der kann man ja spritzen was man will, die reagiert ja auf gar nichts.
Einfühlsam ist anders.
Mir ging es richtig dreckig…
War ein bleibendes Psychisches Erlebnis….

Gut gelaufen:

Habe eine gute Kondition und lebe heute fast gesund, nach der OP Stationspersonal war wesentlich besser, als im Aufwachraum…

Schlecht gelaufen:

siehe oben Aufwachraum, man fühlt sich hoffnungslos ausgeliefert

Verbesserungsvorschläge:

Mehr Rücksicht beim Personal, für die Patienten

Weitere Infos:

Hätte noch schlimmer kommen können Hätte aber auch besser ablaufen können

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Operation wie die Entfernung eines Nierentumors ist ein einschneidendes Erlebnis – körperlich wie seelisch. Wenn während eines solchen Eingriffs unerwartete Momente der Wahrnehmung auftreten und die Zeit im Aufwachraum von Übelkeit, Erbrechen und dem Gefühl des Ausgeliefertseins geprägt ist, kann das tiefe Spuren hinterlassen.

Das sogenannte intraoperative Erwachen – ein kurzzeitiges Wiedererlangen des Bewusstseins während einer Vollnarkose – ist ein bekanntes, wenn auch seltenes Ereignis in der Anästhesie (Narkosemedizin). Es wird medizinisch dokumentiert und ernst genommen. Auch starke Übelkeit nach einer Narkose, der sogenannte PONV (postoperative Übelkeit und Erbrechen), ist eine häufige und belastende Begleiterscheinung. In einer solchen Lage – geschwächt, desorientiert, körperlich erschöpft – ist es kaum möglich, aktiv auf die eigene Versorgung einzuwirken. Das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Eine Begleitperson kann bereits vor der Operation erfragen, wer im Aufwachraum Ansprechperson ist – und sich bei Bedarf nach dem Wohlbefinden der operierten Person erkundigen, sobald das möglich ist.
  • Wenn Betroffene nach der Operation von belastenden Erlebnissen berichten, ist es hilfreich, diese ernst zu nehmen und gemeinsam zu überlegen, ob ein Gespräch mit dem medizinischen Team sinnvoll erscheint – zum Beispiel mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
  • Angehörige können gezielt nach einem Nachgespräch fragen, in dem Erlebnisse wie ein kurzzeitiges Erwachen oder starke Übelkeit besprochen werden. Eine mögliche Formulierung: „Meine Angehörige hat während der OP etwas wahrgenommen – wer kann uns das erklären und begleiten?“
  • Wenn das Erlebte psychisch nachhallt, ist die Begleitung zu einer psychologischen Fachkraft oder einer Traumaambulanz eine Option, die Betroffene nicht alleine suchen müssen.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Vor einer geplanten Operation ist es möglich, in einem Vorgespräch mit der Anästhesistin oder dem Anästhesisten gezielt nach dem Risiko von Übelkeit und Maßnahmen dagegen zu fragen – das ist ein legitimes Anliegen.
  • Wer in der Vergangenheit unter starker Übelkeit nach Narkosen gelitten hat, kann das ausdrücklich im Aufklärungsgespräch erwähnen – diese Information hilft dem medizinischen Team bei der Planung.
  • Eine Vertrauensperson zu benennen, die im Ernstfall Informationen erhält und für Rückfragen zur Verfügung steht, lässt sich vorab schriftlich festhalten – zum Beispiel in einer Patientenverfügung oder einem formlosen Hinweis in den Unterlagen.
  • Erlebnisse wie das beschriebene können auch nach der Entlassung noch nachwirken. Psychologische Unterstützung – etwa über den Hausarzt oder die Hausärztin – ist eine Möglichkeit, die jederzeit in Anspruch genommen werden kann.

Sie sind nicht allein

Erfahrungen wie diese verdienen Gehör – und Unterstützung. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, vertrauliche Beratung an und ist unter 0800 011 77 22 erreichbar. Auf mehr-patientensicherheit.de können Betroffene ihre Erlebnisse anonym melden und so dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Erfahrungen besser geschützt werden.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, Aufwachraum
Geschlecht: weiblich

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