Mir wurde bei vollem Bewusstsein versucht, ein TIPS von Pfortader zur linken Lebervene zu legen (klassisches Vorgehen). Leider war aufgrund zirrhotischer Veränderungen das Leberparenchym so hart, dass dies nicht ging und der Operateur 4 Nadeln verbogen hat. Dann hat man sich entschlossen, den TIPS von Pfortaderast über die mittlere Lebervene direkt in die untere Hohlvene zu legen. Dies schien auch zu funktionieren, aber leider hat man einen viel zu kurzen Shunt dafür gewählt. Da ich schon über 2 Stunden bei vollem Bewusstsein diese Tortur ertragen musste, hat sich der Operateur entschlossen, abzubrechen und am nächsten Tag weiter zu machen.
Am nächsten Tag musste ich dann wieder diese extrem unangenehme Prozedur bei vollem Bewusstsein mit machen, wo eine TIPS Revision mit Verlängerung durchgeführt wurde.
Nach dieser OP hatte ich so viel Wasser in Beinen, Bauch und Genitalbereich, dass schon von einer Elephantiasis gesprochen wurde und es mehr als 3 Wochen dauerte, bis durch viele Diuretika das Wasser endlich ausgeschieden war.
Leider war die Linderung meiner Symptome, weswegen der TIPS gelegt wurde nur von kurzer Dauer und 8 Wochen später wurde ich erneut wegen sehr starker GI Blutungen eingewiesen.
Dort hat man eine Art Draht von einer Varizencoilung entfernt und meinte, das sei es gewesen.
4 Wochen nach meiner Entlassung bekam ich erneut starke GI Blutungen und wurde notfallmäßig in einer anderen Klinik aufgenommen.
Beim Versuch, den TIPS zu korrigieren, bin ich verblutet, Reanimation von über 12 Minuten, Gott sei Dank in einer TOP Klinik, die alles menschenerdenkliche tut, für den Patienten zu handeln und habe dadurch so gut wie keine Folgeschäden erlitten. TIPS wurde dann revidiert und auf den notwendigen Durchmesser gedehnt, Varizen gecoilt und seitdem gab es keine Probleme mehr. Dachte ich zumindest.
Leider hat die erste Klinik nicht nur den TIPS nicht ausreichend aufgedeht, so dass es zu diesen schweren Folgen kam, sondern auch bei der Anlage des TIPS nicht darauf geachtet, wo genau sie den TIPS legen. Und so haben sie den TIPS so nahe an den rechten intrahepatischen Gallengang gelegt, dass dieser bei sitzender Tätigkeit immer abgedrückt wird und somit eine massive intrahepatische Cholestase verursacht.
Diese Cholestase wird nun versucht, durch einen langen Stent ab zu leiten und eine Druckentlastung zu erreichen, dass der anliegende TIPS den Gallengang nicht mehr abdrücken kann.
Sollte dies funktionieren, dann muss alle 3 Monate der Stent erneuert werden und das wahrscheinlich ein Leben lang. Funktioniert dies nicht, dann kann ich nur darauf warten, bis die Cholestase eine Gelbsucht verursacht, die Leber entzündet, und ich dann letztendlich eine Transplantation benötige, die ich ohne diesen massiven Fehler bei der TIPS Anlage nicht brauchen würde.
Die Behandlung in der 2. Klinik, die mich vor dem sicheren Tod durch die Fehler der 1. Klinik gerettet hat.
Unprofessionelles und absolut veraltetes Handling und keine Gewissenhaftigkeit bei der TIPS Anlage in der 1. Klinik und weiterführende schlechte und unprofessionelle Kontrolltermine.
Nichtanhörung der Patientenempfindung und Patientenmeinung.
Viele Ärzte sollten ihre präpotente Art ablegen und auch auf den Patienten hören, der in den meisten Fällen seinen Körper besser kennt, als der zuständige Arzt. Insbesondere dann, wenn es sich um jemanden mit medizinischer Ausbildung handelt und seine Meinung Gewicht haben sollte.
Bessere Aufklärung und Patientenakteneinsicht, die mir von der 1. Klinik verweigert wurde und ich sie per Rechtsanwalt aushändigen lassen musste.
Bessere Kontrollen und sporadische Überprüfungen der ärztlichen Fähigkeiten, besonders, wenn es mehrere schlechte Patientenmeinungen über gewisse Klinikabteilungen gibt.
Absolut veraltete Therapien und OP-Methoden verbieten.
Leider ist der beschriebene Fall „nur“ ein Teil einer äußerst schlechten Diagnostik, Versorgung und Weiterbehandlung der 1. Klinik. In dieses Krankenhaus werde ich keinen Fuß mehr setzen, weil mehrere Abteilungen an meinem Fall beteiligt waren, die allesamt vollkommen unfähig waren, sich auf den Fall zu konzentrieren, eine schnelle und korrekte Diagnostik zu gewährleisten und auch während meiner 2 Aufenthalte elementare Behandlungsfehler machten. Ich hatte mehr als 1 mal das Telefon schon in der Hand, um eine Anzeige zu erstatten wegen unterlassener Hilfeleistung und versuchten Todschlags.
Perspektive: Patientin oder Patient
Art der Einrichtung:Operationssaal, sonstiger Bereich, Krankenhaus