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2025-260

Draht bei Operation abgebrochen – Folge Notoperation

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Fallbeschreibung:

Draht bei PTCD abgebrochen – Notoperation als Folge

Bei meiner Frau sollte eine PTCD (perkutane transhepatische Cholangiodrainage) durchgeführt werden, da sie eine PSC (Primär sklerosierende Cholangitis) hat.
Da die Gallenwege zu verengt waren, wurde dieser Eingriff abgebrochen.
Am nächsten Tag sagte der Operateur der Draht wäre sonst abgebrochen.
Wir konnten nach Hause.
Schmerzen wurden stärker und nach 1 1/2 Tag in die Notaufnahme, nachts.
Lange warten. Blutwerte, CT und 2 mal Ultraschall und nach Aussage von 3 Ärzten, wir müssen Ihnen sagen, dort ist ein Draht abgebrochen!
Notoperation.

Gut gelaufen:

Das 3. Ärzte meine Frau kontaktiert haben und den Fehler gestanden haben.

Schlecht gelaufen:

Das darf nicht passieren. Draht abbrechen.

Verbesserungsvorschläge:

Wenn ein Arzt nach OP Fehler äußert und Verdacht hat, muss man doch in der OP schauen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein medizinischer Eingriff nicht wie geplant verläuft, ist das für Betroffene und ihre Angehörigen eine außerordentlich belastende Erfahrung – körperlich wie emotional. Der hier geschilderte Fall zeigt, wie sich eine Situation nach einem abgebrochenen Eingriff zu Hause zunächst unauffällig anfühlen kann, bevor ernste Komplikationen auftreten.

Bei einer PTCD (perkutanen transhepatischen Cholangiodrainage – einem Eingriff, bei dem über die Haut ein dünner Schlauch in die Gallenwege eingeführt wird) können in seltenen Fällen Materialien wie Führungsdrähte brechen und im Körper verbleiben. Solche Komplikationen können zu ernsthaften Beschwerden führen, die zunächst nicht eindeutig einzuordnen sind. Zugleich zeigt dieser Fall, dass das medizinische Team in der Notaufnahme die Situation erkannt, transparent kommuniziert und gehandelt hat – das ist ausdrücklich anzuerkennen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer nach einem medizinischen Eingriff nach Hause entlassen wird, kann sich auf einige Dinge vorbereiten, die im Fall von Komplikationen wichtig sein können.

  • Entlassinformationen gezielt erfragen: Es ist möglich, beim Entlassgespräch konkret zu fragen, welche Beschwerden normal sind und ab wann man medizinische Hilfe suchen sollte – zum Beispiel: „Welche Symptome sind ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt und ich sofort in die Notaufnahme fahren sollte?“
  • Notfallkontakt schriftlich festhalten: Vor der Entlassung kann man sich eine direkte Telefonnummer oder Anlaufstelle notieren lassen, an die man sich bei Fragen oder Verschlechterungen wenden kann – rund um die Uhr oder zumindest während der Öffnungszeiten.
  • Auf veränderte Schmerzen achten: Zunehmende oder sich verändernde Schmerzen nach einem Eingriff können ein Zeichen sein, dass etwas ärztliche Aufmerksamkeit erfordert. Es ist möglich, solche Veränderungen frühzeitig und aktiv anzusprechen – auch wenn man unsicher ist, ob sie „wichtig genug“ sind.
  • Als Angehörige eine aktive Rolle einnehmen: Angehörige können beim Arztgespräch dabei sein und Fragen stellen, die Betroffene selbst vielleicht in dem Moment nicht stellen können – zum Beispiel: „Gibt es irgendeinen Verdacht, dem wir noch nachgehen sollten, bevor wir gehen?“

Worauf Sie achten können

  • Wurden beim Entlassgespräch klare Hinweise gegeben, welche Beschwerden eine Rückkehr ins Krankenhaus erfordern?
  • Gibt es eine schriftliche Notfallnummer oder eine benannte Anlaufstelle für Fragen nach dem Eingriff?
  • Werden als Angehörige oder Begleitperson Ihre Fragen und Beobachtungen ernst genommen und in das Gespräch einbezogen?
  • Wird bei neu auftretenden oder stärker werdenden Beschwerden nach einem Eingriff zügig und umfassend untersucht – auch wenn zunächst keine eindeutige Erklärung vorliegt?

Sie sind nicht allein

Wenn Sie eine belastende Erfahrung im Gesundheitswesen gemacht haben, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden, die kostenlos und neutral berät. Eigene Erfahrungen – positive wie negative – lassen sich außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden und tragen so dazu bei, dass andere von ähnlichen Situationen besser vorbereitet werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

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