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2024-977

Notfallpraxis: kein Notfalltermin für Kind frei

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Fallbeschreibung:

Notfallpraxis verweigert Behandlung: Kind mit starken Schmerzen

Vom Haus-Arzt am Nachmittag in die Notfallpraxis verwiesen worden. Auch für den nächsten Tag bzw. die ganze Woche ist kein Notfalltermin für mein Kind frei.

In der Notfallpraxis angerufen, was wir tun sollen.
Dort wurde uns gesagt wir sollen kommen, dann waren wir dort, dann wollten sie uns dort doch nicht behandeln.

Nach überzeugenden Gesprächen dann doch. Mein Kind hatte sehr starke Schmerzen.
Da dies ein Fall für den Hausarzt bzw. Facharzt sei. Der Arzt/ Die Ärztin in der Notaufnahme, ging uns dann auch nochmals an, dass dies ein Fall für den Hausarzt bzw. Facharzt sei, auch dort erklärte ich das Problem, dass wir keinen Termin weder beim Facharzt noch beim Hausarzt bekommen haben.

Dies ist uns jetzt leider schon in den letzten Jahren mehrfach passiert.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein Kind starke Schmerzen hat und gleichzeitig kein Termin beim Haus- oder Facharzt zu bekommen ist, geraten Eltern in eine äußerst belastende Lage. Der Bericht zeigt, wie der Weg zur Versorgung in solchen Momenten mit Hindernissen verbunden sein kann – obwohl alle Beteiligten nach einer Lösung suchen.

In Deutschland gibt es für solche Situationen verschiedene Anlaufstellen, deren Zuständigkeiten und Erreichbarkeiten nicht immer leicht zu überblicken sind. Das Nebeneinander von Hausarzt, Facharzt, Notfallpraxis (auch: Bereitschaftspraxis – eine Einrichtung der Kassenärztlichen Vereinigung für nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der regulären Sprechzeiten) und Notaufnahme im Krankenhaus kann zu Unsicherheiten führen, wohin man sich wenden kann und wer für die Behandlung zuständig ist.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Für Eltern, die sich in einer vergleichbaren Situation befinden, gibt es einige Möglichkeiten, die den Weg zur Versorgung erleichtern können.

  • Die 116 117 ist die bundesweite Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes – rund um die Uhr erreichbar. Dort kann man eine medizinische Einschätzung erhalten und erfahren, welche Einrichtung in der Nähe geeignet und aktuell aufnahmebereit ist. Ein Anruf vor dem Aufsuchen einer Einrichtung kann unnötige Wege vermeiden.
  • Es ist möglich, beim Anruf oder beim Eintreffen in einer Einrichtung klar zu schildern, warum kein Termin beim Haus- oder Facharzt verfügbar war – und das auch auf Nachfrage zu wiederholen. Eine ruhige, aber bestimmte Formulierung wie „Wir haben heute mehrfach versucht, einen Termin zu bekommen – sowohl beim Hausarzt als auch beim Facharzt. Es war keine Versorgung möglich. Deshalb sind wir hier“ kann dabei helfen, die Situation verständlich zu machen.
  • Wenn ein Kind starke Schmerzen hat, ist es möglich, das beim Erstkontakt – etwa an der Anmeldung oder beim Pflegepersonal – deutlich zu benennen. In den meisten Einrichtungen gibt es eine Ersteinschätzung (sogenanntes Triage-System), bei der die Dringlichkeit beurteilt wird. Genaue Angaben zur Schmerzstärke und zum Verlauf können dabei hilfreich sein.
  • Wenn der Eindruck entsteht, dass eine ernsthafte Erkrankung vorliegt oder sich der Zustand des Kindes verschlechtert, ist es möglich, den Notruf 112 zu wählen. Der Rettungsdienst kann die Situation einschätzen und bei Bedarf die Weiterversorgung einleiten.

Worauf Sie achten können

  • Die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 und den Notruf 112 gut sichtbar notieren – zum Beispiel am Kühlschrank oder im Handy gespeichert.
  • Beim Aufsuchen einer Notfalleinrichtung möglichst genau beschreiben: Seit wann bestehen die Beschwerden, wie stark sind die Schmerzen, und welche Versuche der Terminvereinbarung wurden bereits unternommen.
  • Falls eine Einrichtung die Behandlung ablehnt oder verweist: Es ist möglich, nach einer schriftlichen Dokumentation der Ablehnung oder nach einer alternativen Anlaufstelle zu fragen.
  • Erfahrungen wie diese – also Situationen, in denen eine Versorgung trotz dringendem Bedarf schwer zugänglich war – können auf mehr-patientensicherheit.de anonym berichtet werden. Solche Berichte helfen, strukturelle Probleme sichtbar zu machen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 15-29 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus, Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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