2026-092
1 Jahr Wartezeit in MVZ für eine Herzuntersuchung
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Ich telefoniere schon den ganzen Vormittag um einen Termin für eine Herzuntersuchung. Aortenklappenstenose. Leider alle Kardiologen haben keine Kassenpatienten. Nur Privatzahler. In MVZ 1 Jahr Wartezeit. Bis dahin erledigt sich das Problem oft von selbst, auf dem Friedhof.
Stundenlang zu telefonieren und immer wieder abgewiesen zu werden – das ist erschöpfend und zermürbend, besonders wenn es um eine ernste Herzerkrankung geht. Eine Aortenklappenstenose (eine Verengung der Hauptherzschlagader-Klappe, die den Blutfluss beeinträchtigt) kann dringend eine kardiologische Abklärung erfordern – und trotzdem an strukturellen Hürden scheitern, die Betroffene nicht zu verantworten haben.
Viele Menschen in dieser Situation erleben, dass niedergelassene Kardiologinnen und Kardiologen keine neuen Kassenpatienten annehmen oder Wartezeiten von vielen Monaten anbieten. Das ist ein bekanntes Problem in der ambulanten Versorgung. Für die betroffene Person in diesem Fall gab es – trotz eigenem Engagement – keinen einfachen Weg, diese Versorgungslücke zu überbrücken. Das verdient ausdrückliche Anerkennung.
Es gibt einige Wege, die in einer solchen Situation ausprobiert werden können – kein Weg ist garantiert, aber jeder kann eine neue Möglichkeit eröffnen:
Erfahrungen wie diese zeigen, wo das Versorgungssystem an seine Grenzen stößt – und genau deshalb ist es wertvoll, sie zu teilen. Auf mehr-patientensicherheit.de können solche Fälle anonym gemeldet werden, damit sie zur Verbesserung der Versorgung beitragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Lange Wartezeiten, unklare Rechte: Was GKV-Versicherte bei der Suche nach Psychotherapie wissen sollten – und welche Risiken lauern.
Fall lesen →Ein Patient wartet 6 Monate auf einen Kardiologen-Termin – ohne Gespräch, ohne Anamnese. Was bei der Herzinsuffizienz-Abklärung schiefläuft.
Fall lesen →Trotz Überweisung und Termin abgewiesen: Ein PTBS-Betroffener schildert 5 Jahre Kampf um psychotherapeutische Versorgung – ein CIRS-Fall über Versorgungslücken.
Fall lesen →Dringlichkeitsüberweisung, kein Termin: Ein Patient wartet 6 Monate auf eine Magenspiegelung – die Diagnose lautete Magendurchbruch.
Fall lesen →Patient mit Bandscheibenvorfall wartet 3,5 Stunden in der Notaufnahme – ein Fall über Triage, Schmerzversorgung und Kapazitätsgrenzen.
Fall lesen →Eine Patientin mit Schwäche und starkem Husten wurde in der Hausarztpraxis abgewiesen. Erst die Notaufnahme erkannte: bakterielle Lungenentzündung und Grippe.
Fall lesen →Ein Patient wartet bis zu 13 Monate auf einen Kardiologen-Termin. Wie Vermittlungscodes und Dringlichkeitsvermerke den Zugang zur Versorgung beeinflussen.
Fall lesen →Nach einer Augen-OP wartet ein Patient seit 2 Monaten auf einen Folgetermin – ohne Rückmeldung. Ein Fall über Kommunikationslücken im Gesundheitswesen.
Fall lesen →Patient mit akuten Ohrenschmerzen wird abgewiesen – kein Hausarzt, kein Notfalltermin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken im deutschen Gesundheitssystem.
Fall lesen →Eine pflegebedürftige Patientin wird trotz schmerzhaftem Hautausschlag in der Sprechstunde abgewiesen. Was das für Betroffene bedeutet.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team