2024-166
Behandlung wurde im ersten Klinikum verweigert – Folge rechter Unterschenkel amputiert
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Ich hatte in einem Klinikum in der Gefäß Chirurgie telefonisch um einen Behandlungstermin nachgefragt, bei dem wie schon einmal zuvor unter Vollnarkose meine Infektionen am rechten Unterschenkel gereinigt werden sollte.
Von dem gerade vor Ort befindlichen Arzt wurde mir rüde beschieden, ich solle mir gefälligst ein anderes Krankenhaus suchen (es gibt in der Nähe nur dieses eine). ER würde mich nicht mehr behandeln. Er hatte mich konkret noch *nie* dort im Klinikum behandelt.
Ich habe dann noch gut zwei Wochen mit sich steigenden Schmerzen durchgehalten bis ich in ein anderes Krankenhaus gefahren bin, um mich dort operativ behandeln zu lassen.
Dort wurde mir allerdings erklärt, dass es keine Möglichkeit gibt, mich sinnvoll zu behandeln, sondern hatte mich direkt in das ein weiteres Krankenhaus überwiesen, wo ich zunächst mit Menoperem medikamentös behandelt wurde und dann der rechte Unterschenkel amputiert wurde.
Ich habe in der Folgezeit mehrfach versucht, mit dem erstem Klinikum Kontakt aufzunehmen, die Folgen Amputation zu besprechen und konkret zu klären.
Ohne jeden Erfolg, ich hatte zuletzt versucht ein Schlichtungsverfahren mit der KVG zu eröffnen, allerdings wurde auch dies trotz des Versuchs der Justizabteilung mit der absurden Begründung „ich sei ja schließlich nicht behandelt worden“ abgelehnt.
Ich wende mich deshalb jetzt an Sie, um da irgendeine Lösung oder Klärung zu finden.
Ich habe seit dem letzten Sommer durchgehend Schmerzen, ich hatte im Herbst eine erste vorläufige Prothese erhalten, die nun in eine endgültige Prothese getauscht werden soll.
Ich habe mehrere Monate in einer Seniorenwohnstätte und in einer Reha Klinik verbracht bis ich nach Hause entlassen wurde. Ich bin Ende 60, habe eine PAVK IV, den Pflegegrad 3 und einen GdB von 100.
Diese Erfahrung ist außerordentlich belastend – körperlich, emotional und in jeder Hinsicht lebensverändernd. Wenn dringend benötigte medizinische Versorgung nicht zugänglich ist und dies schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich zieht, stehen Betroffene vor einer Situation, die weit über das hinausgeht, was Menschen bewältigen können sollten.
Solche Situationen zeigen, wie entscheidend der Zugang zu medizinischer Versorgung sein kann – besonders bei Erkrankungen wie der PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit, eine Durchblutungsstörung der Beine), bei der sich der Zustand innerhalb kurzer Zeit erheblich verschlechtern kann. In einer Situation wie dieser, mit starken Schmerzen, einer ernsthaften Grunderkrankung und dem Fehlen einer wohnortnahen Alternative, gab es für den Betroffenen keinen realistischen Spielraum, das Geschehen entscheidend zu beeinflussen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, vertrauliche Beratung für Menschen, die eine schwierige oder belastende Erfahrung im Gesundheitswesen gemacht haben – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen sowie die Möglichkeit, Ihre Erfahrung zu melden und damit dazu beizutragen, dass ähnliche Situationen künftig besser erkannt werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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