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2024-1158

Hautscreening zu schnell und oberflächlich.

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Fallbeschreibung:

Hautscreening zu kurz: Flecken nicht untersucht

Das Ganzkörperscreening hat bei meinem Hautarzt maximal zwei Minuten gedauert. Diverse braune und schwarze Flecken wurden nicht näher begutachtet. Meine Unterhose solle ich dabei anbehalten.

Gut gelaufen:

Es war der einzige Hautarzt bei dem ich innerhalb von zwei Wochen einen Termin bekommen habe. Bei allen anderen Hautärzten hätte ich mehrere Monate auf einen Termin warten müssen.

Schlecht gelaufen:

Alles ging sehr schnell, nicht gründlich und nicht jeder Körperteil wurde mit einbezogen.

Verbesserungsvorschläge:

Der Arzt muss sich mehr Zeit nehmen, gründlicher untersuchen und alle Körperteile mit einbeziehen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Untersuchung der gesamten Körperoberfläche – das sogenannte Hautkrebsscreening – ist eine wichtige Vorsorgemethode. Es kann belastend sein, wenn man das Gefühl hat, dass diese Untersuchung nicht so gründlich verlaufen ist, wie man es sich gewünscht hätte, und dass einzelne Veränderungen an der Haut nicht ausreichend betrachtet wurden.

Screeninguntersuchungen laufen in verschiedenen Praxen unterschiedlich ab – in Dauer, Ablauf und Umfang. Wie vollständig die Untersuchung ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die Patient:innen nicht immer überblicken können.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer in einer ähnlichen Situation ist, kann verschiedene Möglichkeiten nutzen, um aktiv an der eigenen Untersuchung teilzuhaben.

  • Es ist möglich, vor oder zu Beginn der Untersuchung konkrete Stellen anzusprechen, die einem auffällig erscheinen – zum Beispiel: „Ich habe an meinem Rücken einige dunkle Flecken bemerkt, die ich gerne genauer anschauen lassen möchte.“ Das lenkt die Aufmerksamkeit gezielt auf bestimmte Hautveränderungen.
  • Wenn bestimmte Körperbereiche bei der Untersuchung ausgespart bleiben, kann man nachfragen, ob diese noch mit einbezogen werden – zum Beispiel: „Werden auch die Bereiche unter der Unterwäsche untersucht?“
  • Es ist möglich, auffällige Hautveränderungen im Vorfeld mit dem Smartphone zu fotografieren. So lassen sich Veränderungen über die Zeit besser vergleichen und bei der nächsten Untersuchung gezielt zeigen.
  • Wenn nach einer Untersuchung Unsicherheit bleibt, kann eine zweite Meinung in einer anderen Praxis eingeholt werden – auch dann, wenn die erste Praxis keinen unmittelbaren Befund gemeldet hat.

Worauf Sie achten können

  • Ein vollständiges Ganzkörperscreening umfasst in der Regel alle Hautbereiche – einschließlich der Kopfhaut, Zehen, Fußsohlen und der von Kleidung bedeckten Stellen. Es ist möglich, zu Beginn nachzufragen, welche Bereiche untersucht werden.
  • Wenn braune oder schwarze Flecken vorhanden sind, kann gezielt gefragt werden, ob diese mit einem Dermatoskop (einem speziellen Vergrößerungsgerät für die Haut) näher betrachtet werden.
  • Nach der Untersuchung ist es möglich zu fragen, ob und wann eine erneute Kontrolle sinnvoll wäre – besonders wenn man selbst unsicher ist, ob alles ausreichend begutachtet wurde.
  • Bei anhaltender Unsicherheit über den Befund oder den Ablauf einer Untersuchung kann die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos und neutral beraten – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr).

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

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