2024-1317
Augen-OP an falschem Auge ohne Betäubung
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Meine Mutter, 98J. alt, hatte einen Termin in der Augenarztpraxis. Da im Augenhintergrund Löcher entstehen, werden diese seit Jahren regelmäßig zugespritzt. Die Ärztin betäubte das linke Auge, anschließend wurde sie, wie immer, ohne Begleitung, in den OP gebracht, und das rechte Auge wurde gespritzt. Ihre Schreie waren durch die ganze Etage hörbar. Für den Rest des Vormittags hat sie geweint und sich ins Bett verkrochen. Meine Mutter ist dement, d.h. sie kann sich auch nicht wehren oder in so einem Fall klarstellen, dass das andere Auge betäubt ist, bevor die Spritze erfolgt. Sie war in Begleitung ihrer Alltagsbegleitung, die Zeugin des Vorfalles wurde und sie für den Rest des Tages begleitete. Die Alltagsbegleitung hatte bei der Betäubung darauf hingewiesen, daß das andere Auge „dran“ ist, ohne gehört zu werden.
Dieser Fall beschreibt eine sehr belastende Erfahrung – sowohl für die betroffene Patientin als auch für ihre Begleitperson, die hilflos zusehen musste. Bei Menschen mit Demenz (einer Erkrankung, die das Gedächtnis und die Orientierung beeinträchtigt) ist die Möglichkeit, im entscheidenden Moment auf Fehler hinzuweisen oder sich aktiv zu wehren, stark eingeschränkt oder gar nicht vorhanden.
In einer Situation wie dieser gab es für die Patientin selbst keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen – das ist wichtig anzuerkennen. Die Begleitperson hat zwar auf den Fehler hingewiesen, wurde dabei jedoch nicht gehört. Dieser Umstand liegt außerhalb der Verantwortung der Betroffenen oder ihrer Begleitung.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und vertrauliche Beratung für Patient:innen und Angehörige an – auch wenn es darum geht, Erlebnisse einzuordnen oder nächste Schritte zu besprechen (upd-online.de). Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden, damit andere davon lernen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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