2025-223
Entlassung und allein gelassen
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Mein Vater 89 Jahre wurde geschwächt aus dem KH entlassen. Uns wurde keine Information gegeben das er sich ständig verschluckt und er nicht mehr in der Lage ist Nahrung zu sich zu nehmen. Warum das wusste niemand, stand auch nicht im Arztbrief. Die Hausärztin wollte auch nicht zum Hausbesuch kommen, da mein Vater solange in ärztlicher Behandlung im KH war. Wir haben alles versucht, kurzfristig eine Therapeutin gefunden, die die Schlucktherapie durchführen wollte. Aber leider war das Rezept nicht für eine Ergotherapeutin, sondern für eine Logopädin ausgestellt. Unsere Ärztin wollte auch die Verordnung nicht anpassen. So konnte meinem Vater nicht so schnell geholfen werden wie es aufgrund seines geschwächten Zustandes erforderlich gewesen wäre.
Ein gerufener Notfallarzt konnte auch nur eine Einweisung ins KH oder ein Sterben zuhause raten. Unser Vater wollte nicht mehr ins KH. Als er im Sterben lag wurde die Medizin abgesetzt. Plötzlich ging es ihm sichtlich besser. Er war entspannter und sein Husten quälte ihn nicht mehr so. Beim Recherchieren von Nebenwirkungen eines Medikamentes welches er im KH verordnet bekommen hatte war die Schluckstörung, die zu seinem Tod geführt hatte bei älteren Menschen als Problematik aufgetreten. Leider zu spät.
Der Verlust eines Angehörigen ist tief erschütternd – besonders dann, wenn man das Gefühl hat, nicht alle notwendigen Informationen erhalten zu haben, um helfen zu können. Was diese Familie erlebt hat, spiegelt eine Situation wider, die für pflegende Angehörige älterer Menschen leider nicht selten ist: Nach einer Krankenhausentlassung fehlen wichtige Hinweise auf neu aufgetretene Symptome, Zuständigkeiten sind unklar, und bürokratische Hürden verzögern dringend benötigte Hilfe.
Schluckstörungen (Fachbegriff: Dysphagie) – also Schwierigkeiten beim Schlucken von Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel – sind bei älteren Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt nicht ungewöhnlich. Sie können durch Schwäche, neurologische Veränderungen oder auch als Nebenwirkung bestimmter Medikamente entstehen. Nicht immer werden sie beim Entlassungsgespräch aktiv angesprochen oder im Arztbrief festgehalten. In einer solchen Situation gab es für die Angehörigen erhebliche strukturelle Hürden, die ein schnelles Handeln erschwert haben – das ist wichtig anzuerkennen.
Wer ältere Angehörige nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause begleitet, kann sich gezielt auf die erste Zeit danach vorbereiten. Die folgenden Hinweise sind Angebote – kein Vorwurf und keine Pflicht.
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Fragen zur Patientensicherheit haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 kostenlose und vertrauliche Beratung an. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – denn jeder Bericht kann dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team