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2024-1556

Kampf um eine Krankmeldung

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Fallbeschreibung:

Krankmeldung nach OP verweigert – Patientenerfahrung

Wurde an der Nase operiert…….4 Tage Klinik…..Hausarzt wollte mich nicht krankgeschreiben……bin zum HNO….auch er/ sie wollte nicht…..Sie bräuchten einen Grund, um mich krank zu schreiben…..er/ sie würde überprüft werden, war die Aussage.

Hatte doch Papiere dabei von der Klinik….habe das alles nicht verstanden…nach einem hin und her hat er/ sie mich dann krankgeschrieben. Das hätte alles so nicht sein dürfen.

Krankenhäuser schreiben einen nicht mehr krank…..was tun wenn es kein Arzt machen will?

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Krankschreibung durch die Ärzte

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Nach einer Operation ist die Erholung oft beschwerlich genug – dass dann auch noch bürokratische Hürden den Alltag belasten, kann sehr belastend sein. Im geschilderten Fall hatte eine Person nach einem Krankenhausaufenthalt Schwierigkeiten, im Anschluss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (kurz: Krankmeldung) bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu erhalten.

Tatsächlich stellen Krankenhäuser in Deutschland in der Regel keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für die Zeit nach der Entlassung aus – das ist Aufgabe der weiterbehandelnden Praxis. Gleichzeitig sind Arztpraxen gesetzlich verpflichtet, eine Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen, wenn medizinische Gründe dafür vorliegen. Dass dieser Übergang manchmal zu Unsicherheiten oder Rückfragen führt, ist ein bekanntes Problem an der Schnittstelle zwischen Krankenhaus und ambulanter Versorgung.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer nach einer Operation eine Krankmeldung benötigt, kann sich mit einigen Vorbereitungen absichern und das Gespräch in der Praxis gezielt angehen.

  • Entlassungsunterlagen vollständig mitnehmen: Der Arztbrief (auch Entlassungsbericht genannt), den das Krankenhaus beim Entlassung aushändigt oder verschickt, ist für die weiterbehandelnde Praxis eine wichtige Grundlage. Es ist möglich, beim Krankenhaus aktiv nach diesem Dokument zu fragen, bevor man die Klinik verlässt – oder es kurz nach Entlassung telefonisch anzufordern.
  • Den Zusammenhang klar benennen: In der Praxis kann es helfen, den Zusammenhang zwischen Operation und aktuellem Gesundheitszustand direkt anzusprechen, zum Beispiel: „Ich wurde vor wenigen Tagen an der Nase operiert und bin noch nicht arbeitsfähig. Ich bitte Sie, mir eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen.“
  • Auf das Recht zur Bescheinigung hinweisen: Wenn eine Praxis zögert, ist es möglich, ruhig darauf hinzuweisen, dass ein ärztlich festgestellter Grund für Arbeitsunfähigkeit vorliegt und eine Bescheinigung hierüber beantragt wird. Eine Nachfrage wie „Was brauchen Sie noch von mir, um das ausstellen zu können?“ kann das Gespräch voranbringen.
  • Die Krankenkasse einschalten: Wenn keine Praxis die Bescheinigung ausstellt, ist es möglich, die eigene Krankenkasse zu kontaktieren. Diese kann beraten, welche Schritte möglich sind, und in manchen Fällen vermitteln.

Worauf Sie achten können

  • Entlassungsbrief oder Entlassungsbericht des Krankenhauses vor der Heimreise oder kurz danach anfordern und aufbewahren.
  • Bei der Krankenhausentlassung fragen, ob eine Weiterbehandlung in einer bestimmten Praxis empfohlen wird – das kann die Übergabe erleichtern.
  • Krankenkassenkarte und Kontaktdaten der Krankenkasse griffbereit haben, falls Unterstützung bei der Durchsetzung von Ansprüchen nötig wird.
  • Wenn der Weg durch mehrere Praxen geführt hat und dabei viel Zeit oder Kraft verloren ging, ist es möglich, diesen Vorfall auf mehr-patientensicherheit.de zu melden – solche Berichte helfen dabei, Schwachstellen im System sichtbar zu machen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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