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2024-1194

Unkooperatives Verhalten bei nächtlicher Krankenhausentlassung

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Fallbeschreibung:

Nächtliche Krankenhausentlassung ohne Jacke und Handy

Nach Einlieferung in die Notaufnahme mit Verdacht auf Herzinfarkt wurde der Patient nachts nach 1 Uhr vor die Tür gesetzt, 12 ° C, ohne Jacke, ohne Handy, ÖPNV um die Uhrzeit nicht vorhanden (ländlicher Raum). Nach Zurückgehen in das Krankenhaus und Auffinden der Rezeption, die tatsächlich besetzt war, konnte er ein Taxi rufen.

Gut gelaufen:

Am Ende konnte noch ein Taxi gerufen werden um nach Hause zu kommen.

Schlecht gelaufen:

Kommentarlos aus der Seitentür geschoben.

Verbesserungsvorschläge:

Man hätte um die Uhrzeit ihn vielleicht einfach da lassen können. Oder aber dem Patienten sofort sagen können, dass er zur Rezeption gehen sollte (vielleicht sogar zeigen, wo sich diese befindet) um sich ein Taxi zu rufen, statt ihn aus einer Seitentür kommentarlos rauszuschieben.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Entlassung aus dem Krankenhaus mitten in der Nacht – ohne Vorwarnung, ohne Erklärung und ohne Möglichkeit, sicher nach Hause zu kommen – kann für Betroffene sehr belastend sein. Besonders in ländlichen Regionen und zu nächtlichen Stunden fehlen oft grundlegende Möglichkeiten, sich selbstständig fortzubewegen.

In diesem Fall wurde ein Patient nach einem Krankenhausaufenthalt wegen Verdachts auf Herzinfarkt nachts nach 1 Uhr durch eine Seitentür entlassen – ohne Jacke, ohne Handy und ohne Hinweis darauf, wie er nach Hause kommen könnte. Öffentliche Verkehrsmittel fuhren zu dieser Zeit nicht. Erst nachdem er selbstständig die besetzte Rezeption fand, war es ihm möglich, ein Taxi zu rufen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich frühzeitig über den Ablauf einer möglichen Entlassung informiert, kann besser vorbereitet sein – auch für unerwartete Zeitpunkte.

  • Frühzeitig nach dem Entlassungszeitpunkt fragen: Schon bei der Aufnahme oder im Verlauf des Aufenthalts ist es möglich, das Pflegepersonal oder die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt zu fragen, wann und wie eine Entlassung voraussichtlich erfolgt – und ob dabei Unterstützung bei der Heimfahrt eingeplant werden kann.
  • Heimweg und Erreichbarkeit klären: Es kann hilfreich sein, vorab zu klären, wie man das Krankenhaus nach der Entlassung verlassen kann – zum Beispiel durch die Frage: „Gibt es zu jeder Uhrzeit eine Möglichkeit, von hier aus ein Taxi zu rufen, oder eine Anlaufstelle im Haus?“
  • Rezeption oder Nachtdienst kennen: Falls man sich in einem unbekannten Krankenhaus befindet, ist es möglich, sich frühzeitig zu merken oder zu erfragen, wo sich die Rezeption befindet und ob sie durchgehend besetzt ist.
  • Angehörige oder Begleitpersonen einbeziehen: Wenn möglich, kann eine Vertrauensperson informiert werden, sodass sie bei einer unerwarteten nächtlichen Entlassung erreichbar ist – zum Beispiel per Telefon, um Unterstützung zu organisieren.

Worauf Sie achten können

  • Ist geklärt, zu welcher Uhrzeit die Entlassung voraussichtlich erfolgt – und gibt es für den Nachhauseweg eine konkrete Lösung?
  • Ist bekannt, wo sich die Rezeption oder ein Nachtdienst befindet, falls man Hilfe benötigt?
  • Hat eine Vertrauensperson die Information, dass man sich im Krankenhaus befindet, und ist sie im Notfall erreichbar?
  • Sind wichtige persönliche Gegenstände – Handy, Kleidung, Portemonnaie – griffbereit, auch für den Fall einer plötzlichen Entlassung?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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