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2025-106

Krankenhausaufenthalt war eine Katastrophe – unfreundlich, unhygienisch

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Fallbeschreibung:

Patientensicherheit im Krankenhaus: Hygiene & Medikamente

Ich lag nach einem Unfall im Krankenhaus und habe dort unglaubliches erfahren. Medikamente verwechselt, unglaublich unfreundliche Schwestern.

Unsauber und unhygienisch. Nachfrage was für ein Tropf das ist, bekam ich eine Antwort: ich kann das nicht von jedem Patienten wissen.

Eine ganze Woche kein Bett gemacht und erst Recht nicht frisch bezogen, obwohl alles voll Blut war. Da hatte eine Schwester voller Wut den Zugang rausgerissenen weil er verstopft war. Essen schlecht, keine Vitamine oder einmal einen Apfel, einfach nur ungesund! Der ganze Aufenthalt war eine Katastrophe.

Gut gelaufen:

Die Notaufnahme lief professionell ab und die Schwester im Gipsraum war sehr professionell und sehr freundlich

Schlecht gelaufen:

Der ganze Aufenthalt. Die Auszubildenden waren sehr freundlich.

Verbesserungsvorschläge:

Alles

Weitere Infos:

Dort denken noch die meisten Ärzte und Schwestern, dass sie Götter in weiß sind

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall ist körperlich und emotional belastend – umso schwerer wiegt es, wenn die Versorgung vor Ort als unzuverlässig oder respektlos erlebt wird. Situationen wie diese, in denen Betroffene Fragen zu ihrer Behandlung nicht beantwortet bekommen, hygienische Mängel beobachten oder eine Medikamentenverwechslung erleben, kommen vor – und sie dürfen benannt werden.

Gleichzeitig ist es wichtig anzuerkennen: Wer nach einem Unfall stationär behandelt wird, ist in einer vulnerablen Lage. Körperliche Einschränkungen, Erschöpfung und die Abhängigkeit von der Versorgung durch andere können es schwer machen, Missstände aktiv anzusprechen oder dagegen vorzugehen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt Wege, wie Patient:innen – soweit es ihre Situation erlaubt – auf Probleme aufmerksam machen können, ohne dass daraus ein Konflikt entstehen muss.

  • Fragen zu Medikamenten und Infusionen stellen: Es ist möglich, bei jeder Gabe eines Medikaments oder einer Infusion (eines Tropfes) zu fragen, um was es sich handelt und warum es verabreicht wird. Eine mögliche Formulierung: „Können Sie mir kurz sagen, was das ist und wofür ich es bekomme?“ – Das ist ein berechtigtes Anliegen, das zur eigenen Sicherheit beiträgt.
  • Hygienemängel direkt ansprechen oder ansprechen lassen: Auffälligkeiten wie ungewechselte Bettwäsche können gegenüber dem Pflegepersonal, einer Stations- oder Pflegeleitung benannt werden. Auch eine Begleitperson kann diese Aufgabe übernehmen, wenn es der eigene Zustand nicht erlaubt.
  • Das Patientenfürsprechersystem nutzen: Viele Krankenhäuser sind gesetzlich verpflichtet, eine unabhängige Patientenfürsprecherin oder einen Patientenfürsprecher zu benennen. Diese Person ist neutral und kann vermitteln, wenn Probleme während des Aufenthalts nicht gelöst werden. Eine Anfrage ist möglich über die Aufnahme, den Sozialdienst oder das Krankenhausinformationssystem.
  • Erlebnisse dokumentieren: Datum, Uhrzeit und eine kurze Beschreibung von Vorfällen – etwa einer Medikamentenverwechslung oder eines verletzenden Umgangs – lassen sich notieren oder durch Angehörige notieren lassen. Das kann helfen, wenn nach dem Aufenthalt eine formelle Beschwerde eingereicht wird.

Worauf Sie achten können

  • Bei jeder Medikamentengabe ist es möglich zu fragen: Name des Medikaments, Dosierung und Grund der Gabe.
  • Die Kontaktdaten der Patientenfürsprecherin oder des Patientenfürsprechers können zu Beginn eines stationären Aufenthalts erfragt werden – nicht erst, wenn ein Problem auftritt.
  • Angehörige oder eine Vertrauensperson können von Beginn an in den Aufenthalt einbezogen werden und als Ansprechpartner für das Personal auftreten.
  • Nach einem Krankenhausaufenthalt ist es möglich, eine schriftliche Beschwerde an die Krankenhausleitung, die zuständige Ärztekammer oder die Krankenkasse zu richten – auch rückwirkend.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und neutrale Beratung für Patient:innen – auch bei Fragen zu Beschwerdemöglichkeiten oder Patientenrechten (www.patientenberatung.de). Auf mehr-patientensicherheit.de können Erfahrungen wie diese anonym gemeldet werden – jeder Bericht hilft dabei, die Versorgung sicherer zu machen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Rehaeinrichtung, stationär, Ambulante Praxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), Krankenhaus, Normalstation
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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