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2026-057

Podologenmangel

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Fallbeschreibung:

Podologenmangel: Lange Wartezeiten gefährden Patienten

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe inzwischen mehrere Stunden mit der Suche nach einem Podologen/einer Podologin für meinen privatversicherten Vater verbracht. Er wohnt an der Grenze zwischen xxx. Als er noch in der Nähe von xxx gewohnt hat, war es auch nicht anders. 95 % der Podologen machen bereits mithilfe ihres Anrufbeantworters darauf aufmerksam, dass sie keine weiteren Patienten mehr aufnehmen können. Manche bieten Wartelisten an, aber diese sind sehr lang (mein Vater ist dann auf Platz 85 gekommen).

Gut gelaufen:

Ich habe mehrmals um Rückruf gebeten und meine verzweifelte Situation geschildert. Die Podologen sind sehr bemüht und äußern, dass sie auch nicht mehr als arbeiten können, was ja auch nachvollziehbar ist. Ich kenne das Heilmittelerbringerverzeichnis und habe schon alle dort gelisteten Podologen kontaktiert.

Schlecht gelaufen:

Im letzten Gespräch mit einer Podologin meinte diese, dass der Beruf für viele Menschen unattraktiv sei. Das Problem sei seit Jahren bekannt und die Berufsverbände könnten nichts erreichen. Ich habe dann selbst einen Berufsverband angeschrieben. Dort wurde mir geraten, auch selbst aktiv zu werden und die Politik auf das Problem aufmerksam zu machen.

Verbesserungsvorschläge:

Um das Versorgungsproblem zu lösen, müsste der Beruf wahrscheinlich attraktiver gemacht werden (z. B. in Bezug auf die Vergütung oder auch im Hinblick auf eine finanzielle Unterstützung für die zweijährige Ausbildung).

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Die Suche nach einer podologischen Versorgung – also der medizinischen Fußpflege, die bei vielen Erkrankungen wie Diabetes ärztlich verordnet wird – kann für Angehörige zu einer erschöpfenden und belastenden Aufgabe werden. Dass trotz intensiver Bemühungen kein freier Behandlungsplatz gefunden wird, ist kein Versagen der Suchenden, sondern Ausdruck eines strukturellen Versorgungsproblems, das viele Regionen in Deutschland betrifft.

In Situationen wie dieser – langen Wartelisten, vollen Praxen, weiten Anfahrtswegen – gibt es für Angehörige nur begrenzten Spielraum. Es ist wichtig, das anzuerkennen: Wer alle zugänglichen Wege ausgeschöpft hat, hat das Mögliche getan.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Das Heilmittelerbringerverzeichnis der Krankenkasse oder der Kassenärztlichen Vereinigung listet zugelassene Podolog:innen in der jeweiligen Region. Es ist möglich, gezielt nach Praxen in einem erweiterten Umkreis zu filtern – manchmal sind Praxen in Nachbarorten oder kleineren Gemeinden leichter erreichbar als erwartet.
  • Beim behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin lässt sich erfragen, ob sie Kontakte zu Podolog:innen haben oder ob eine Vermittlung über das Praxisnetzwerk möglich ist. Eine Formulierung wie „Können Sie uns helfen, jemanden zu finden, der noch Kapazitäten hat?“ öffnet manchmal Türen, die bei der eigenständigen Suche verschlossen bleiben.
  • Einige Krankenkassen bieten einen sogenannten Versorgungsmanagement-Service an, der bei der Suche nach Heilmittelerbringern unterstützt. Es kann sich lohnen, dort direkt anzurufen und die Situation zu schildern.
  • Wenn keine zeitnahe Versorgung erreichbar ist, lässt sich mit dem verordnenden Arzt oder der Ärztin besprechen, welche pflegerischen Maßnahmen überbrückend zu Hause möglich sind – und ob eine Unterweisung für Angehörige infrage kommt.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Sobald ein Behandlungsplatz gefunden ist, kann es hilfreich sein, sich auf eine Warteliste mehrerer Praxen setzen zu lassen – auch wenn die aktuelle Versorgung gesichert scheint. Engpässe entstehen oft plötzlich.
  • Eigene Erfahrungen mit dem Versorgungsmangel lassen sich auf Plattformen wie mehr-patientensicherheit.de oder beim Patientenbeauftragten der Bundesregierung melden – solche Berichte können dazu beitragen, das Problem sichtbarer zu machen.
  • Berufsverbände der Podologie sowie Patientenorganisationen nehmen Rückmeldungen von Betroffenen entgegen. Auch eine Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Bundestagsabgeordneten oder der Abgeordneten ist möglich – gerade bei einem strukturellen Mangel kann politische Aufmerksamkeit langfristig wirksam sein.
  • Eine Notfallkarte oder ein kurzes Informationsblatt mit den wichtigsten medizinischen Angaben des Vaters (Diagnosen, Medikamente, behandelnde Ärzt:innen) erleichtert es, in neuen Praxen schnell die notwendigen Informationen zu übermitteln.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenfrei) berät bei Fragen rund um den Zugang zur Versorgung und unterstützt dabei, die richtigen Anlaufstellen zu finden. Auf mehr-patientensicherheit.de können Erfahrungen wie diese anonym gemeldet werden – jeder Bericht hilft, Versorgungslücken sichtbar zu machen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:anderer Bereich
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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Wichtige Mitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,

Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team