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2025-067

Auch die Psyche im Blick haben

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Fallbeschreibung:

Hüft-OP mit psychischer Erkrankung: ganzheitliche Patientensicherheit

Ich möchte mal was sehr Positives melden. Ich brauchte als junger, sportlicher Mensch als Ultima Ratio ein HüftTEP. Aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung ist eine OP für mich eine extreme Herausforderung. Es handelte sich um eine rein orthopädische Klinik und ich war sehr berührt, wie von allen Seiten auf meine spezielle Situation Rücksicht genommen wurde.

Angefangen von der Beratung und Überlegung bzgl des TEP Materials in Bezug auf meine aktive Freizeitgestaltung, über die Anästhesie Planung, die Vorbereitung (ich hörte die Geräusche vom OP, was mich sehr stresste und die Lösung war Spotify:-)), die anschließende ITS aufgrund von Blutverlust (sie hatten immer mich im Blick und nie nur die Hüfte), die Normalstation (ich war psychisch schon sehr am Limit, die Lösung war eine Bezugspflege und ein Einzelzimmer) bis hin zur Nachsorge. Ohne all die tollen Menschen hätte ich das nie geschafft.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was hier gut gelaufen ist

Dieser Bericht zeigt, wie viel es bedeuten kann, wenn Menschen im Gesundheitswesen nicht nur eine Diagnose, sondern die ganze Person vor Augen haben. Eine junge Frau mit einer schweren psychischen Erkrankung – das bedeutet: eine psychische Erkrankung, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigt – stand vor einer Hüftoperation, die für sie weit mehr als ein körperlicher Eingriff war. Was folgte, war eine Versorgung, die auf ganzer Linie Maßstäbe setzt.

Konkret funktionierte in diesem Fall Folgendes besonders gut:

  • Individuelle Beratung: Die Wahl des Implantatmaterials (des künstlichen Hüftgelenks) wurde gemeinsam mit der Patientin besprochen – mit Blick auf ihren aktiven Lebensstil.
  • Kreative Problemlösungen: Als die Geräusche im Operationssaal Stress auslösten, wurde eine einfache, aber wirksame Lösung gefunden – Musik über einen Streamingdienst.
  • Ganzheitlicher Blick auf der Intensivstation: Das Team behielt nicht nur die medizinischen Werte im Blick, sondern auch das psychische Wohlbefinden der Patientin.
  • Gezielte Maßnahmen auf der Normalstation: Ein Einzelzimmer und Bezugspflege – das bedeutet: eine feste Pflegeperson als verlässliche Ansprechpartnerin – halfen, eine psychische Krise abzuwenden.

Wie Sie ähnlich gute Bedingungen aktiv herbeiführen können

Wer besondere Bedürfnisse mitbringt, kann dazu beitragen, dass das Behandlungsteam diese frühzeitig kennt – und entsprechend planen kann.

  • Es ist möglich, bereits beim ersten Gespräch offen über psychische Erkrankungen oder besondere Stressfaktoren zu sprechen. Ein Einstieg könnte sein: „Ich habe eine psychische Erkrankung, die Operationen für mich besonders belastend macht – können wir das gemeinsam im Blick behalten?“
  • Konkrete Auslöser lassen sich benennen – etwa bestimmte Geräusche, Wartesituationen oder der Aufenthalt in Mehrbettzimmern. Je genauer das Team informiert ist, desto gezielter kann es reagieren.
  • Es kann hilfreich sein, eine Begleitperson zu benennen, die das Behandlungsteam bei Bedarf kontaktieren darf – und die eigene Wünsche kennt und vertreten kann.
  • Wer eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung erhält, kann anfragen, ob eine Abstimmung zwischen den behandelnden Fachbereichen möglich ist.

Daran erkennen Sie gute Versorgung

  • Das Team fragt aktiv nach besonderen Bedürfnissen – und hört zu, ohne zu werten.
  • Auf Rückmeldungen wird mit konkreten, angepassten Lösungen reagiert – nicht nur mit Standardabläufen.
  • Die betroffene Person wird als Ganzes wahrgenommen – nicht nur die körperliche Erkrankung oder der Eingriff.
  • Auch nach der Operation bleibt das Team aufmerksam für psychisches Wohlbefinden und passt die Versorgung bei Bedarf an.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen

Positive Erfahrungen wie diese sind wertvoll – sie zeigen, was möglich ist, und können anderen Mut machen. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, eigene Erlebnisse anonym zu melden und so zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), Krankenhaus, Intensivstation, Normalstation
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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