2026-148
Fehlende Unterstützung bei Sterilisationswunsch!
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Ich versuche, mich seit ich erwachsen bin sterilisieren zu lassen, weil ich kinderfrei bin. Vom neusten Vorfall möchte ich berichten.
Ich war in einer Praxis, die ausdrücklich Schwangerschaftsabbrüche anbietet, und dachte, dort werde ich ernst genommen. Ich sprach mit der Ärztin über den Wunsch, mich sterilisieren zu lassen, und dass ich seit Jahren von Praxis zur Praxis renne. Zuerst verniedlichte sie meinen Wunsch („Ihre Meinung kann sich noch ändern“), dann fragte sie nach meinem nicht vorhandenen Mann und was der denn wollte, und danach meinte sie: „Im schlimmsten Fall sind sie schwanger von Montag auf Montag in einer Woche“.
Ich möchte mir weder eine Schwangerschaft antun, noch den Prozess eines Abbruchs, und habe mich überhaupt nicht ernst genommen gefühlt.
Wenn Menschen einen klaren, langgehegten Wunsch nach einem medizinischen Eingriff äußern und dabei nicht ernst genommen werden, ist das eine belastende Erfahrung – besonders dann, wenn es um die eigene körperliche Selbstbestimmung geht. Der Wunsch nach einer Sterilisierung (einem dauerhaften Eingriff zur Empfängnisverhütung) ist medizinisch legitim, und Betroffene berichten immer wieder davon, dass sie bei der Suche nach einer Ärztin oder einem Arzt, die diesen Wunsch respektieren, auf erhebliche Widerstände stoßen.
In Situationen wie dieser erleben Patientinnen häufig, dass ihre Entscheidung in Frage gestellt, an die Zustimmung dritter Personen geknüpft oder mit alternativem Verhütungsmanagement beantwortet wird – obwohl sie selbst den Überblick über ihre Situation und ihre Bedürfnisse haben.
Wer sich in einer ähnlichen Lage befindet, kann verschiedene Wege in Betracht ziehen, um die eigene Versorgung aktiv mitzugestalten.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein CIRS-Fall über Datenschutzverletzung in der Therapie, Stigmatisierung und verweigerte Weiterbehandlung – mit gravierenden Folgen für Beruf und Privatleben.
Fall lesen →Nach einem Auffahrunfall wurde ein Patient beim Durchgangsarzt nicht als BG-Fall anerkannt. Was bei der Versorgung schiefläuft.
Fall lesen →Falsche Angaben in Arztberichten von Institutsambulanzen können gefährlich sein. Ein CIRS-Fall zeigt, wie Patientensicherheit gefährdet wird.
Fall lesen →Eine Patientin berichtet von 25 Jahren Fehldiagnostik, Medical Gaslighting und mangelnder Anerkennung chronischer Schmerzen. Was das System verbessern muss.
Fall lesen →Eine Patientin mit Borderline und schwerer Darmerkrankung wird jahrelang nicht ernst genommen. Ein CIRS-Fall über Diskriminierung und Versorgungslücken.
Fall lesen →Eine Patientin schildert, wie ihre Symptome nach dem Absetzen der Pille nicht ernst genommen wurden. Was dieser CIRS-Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Eine Patientin wartete fast 10 Jahre auf ihre Rheuma-Diagnose. Der Fall zeigt, wie Symptome bei Frauen zu schnell als psychisch abgetan werden.
Fall lesen →Eine Patientin berichtet von drohender Frühentlassung nach komplizierter Oberschenkelfraktur-OP – und den Folgen für ihre Sicherheit.
Fall lesen →CIRS-Fall: Patientin mit Dissoziativer Identitätsstörung erlebt Ablehnung ihrer Diagnose im Krankenhaus. Was das für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Eine Patientin schildert zwei schwere Fehldiagnosen: Guillain-Barré-Syndrom und perforierte Appendizitis wurden nicht erkannt. Ein Fall über Gender Bias in der Medizin.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team