2026-039
Stigmatisierung, Behandlungsverweigerung und Verletzung der Schweigepflicht
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Therapiebeginn aufgrund Trennung und starken Selbstzweifeln. Im Verlauf der Therapie kam es zu persönlichen Behaftungen und diskriminierenden Aussagen. Es wurden vom Therapeuten mit außenstehenden Personen datenschutzrelevante Inhalte aus der Therapie geteilt. Dies ließ sich auf Aussagen
zurückführen die ausschließlich mit dem Therapeuten bis dato so aus den gemeinsamen Gesprächen im Lauf der Therapie besprochen wurden. Diverse Details waren niemand anderem bekannt. Es bestand zum Therapeuten schriftlicher Kontakt über die App „Whatsapp“. Hier wurden Themen aus den Therapiestunden aufgegriffen oder nach besprochen als auch bei neu auftretenden Problemen Kontakt gehalten. Diese nach außen getragenen Informationen haben bis heute gravierende Folgen für mein Berufs- als auch Privatleben nach sich gezogen. In diesem Bereich herrscht seit etwa der Mitte der Therapiezeit/Jahren stetes Mobbing und dauerhaft instabile Arbeitsverhältnisse, die nun meinem psychischen Zustand zugeschrieben werden. Arbeitskollegen nutzen gezielt Details aus Gesprächen, sperren Toilettentür von außen auf usw. Beschimpfungen sowie vollständige Isolation sind an der Tagesordnung. Seither wird dies meiner psychischen Verfassung zugeschrieben und als „andere Wahrnehmung“ dargelegt. In der Klinik wurde innerhalb des Personals über einen Narzissmus gesprochen und genau so wurde man auch behandelt, dennoch ohne Diagnosestellung. Vorfälle aus dem häuslichen Umfeld wurden als psychiotisches Erleben dargestellt, obwohl im Nachgang im Arztbrief von keinem psychiotischen Erleben ausgegangen wird. Die betreffende Klinik bescheinigte mir beim 2. Aufenthalt wiederholt psychotisches Erleben, ging aber zu keiner Zeit auf die genannten Punkte ein. Die Fragebögen für Diagnostik wurden nicht ausgewertet, nachweislich. Man erstellte ein Foto von mir für die Patientenakte und behandelte mich 10 Tage ausschließlich auf geschlossener Station medikamentös. Anschließend wurde eine ambulant
weiterführende Behandlung trotz medikamentöser Einstellung in dieser Ambulanz sogar verweigert.
Zudem bat ich schriftlich um Wiederaufnahme der Therapie, worauf ich keine Rückmeldung mehr erhielt. Aktuell verweigern sämtliche Praxen aufgrund weiter getragener interner Details eine Behandlung.
Dieser Fall beschreibt eine außerordentlich belastende Situation: Eine Person, die professionelle Unterstützung in einer verletzlichen Lebensphase gesucht hat, berichtet von massiven Vertrauensbrüchen, Diskriminierung und dem schrittweisen Verlust des Zugangs zu medizinischer Versorgung. Es ist wichtig anzuerkennen, dass die Betroffene in weiten Teilen dieser Situation keinen realistischen Spielraum hatte, das Geschehen zu verhindern – insbesondere dann nicht, wenn Informationen ohne ihr Wissen weitergegeben wurden und sich Folgen in Bereichen entfalteten, die sie nicht kontrollieren konnte.
Der Fall zeigt, wie sich Stigmatisierung – also die Abwertung eines Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale oder Diagnosen – auf nahezu alle Lebensbereiche auswirken kann. Wenn vertrauliche Inhalte aus einer Psychotherapie nach außen gelangen, kann das weitreichende soziale und berufliche Konsequenzen haben. Hinzu kommt das Risiko, dass spätere Symptome oder Berichte Betroffener pauschal einer psychischen Erkrankung zugeschrieben werden – auch dann, wenn die geschilderten Erlebnisse real und belegbar sind. Der Verlust des Zugangs zu Behandlung stellt in einem solchen Verlauf ein ernstes Versorgungsproblem dar.
Wenn das Vertrauen in die Behandlung erschüttert ist oder Rechte verletzt wurden, gibt es Stellen, an die man sich wenden kann – auch ohne juristische Vorkenntnisse.
Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden oder Erfahrungen wie die beschriebenen gemacht haben, können Sie sich jederzeit vertraulich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – die Beratung ist kostenlos und unabhängig. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, eigene Erfahrungen anonym zu melden und damit dazu beizutragen, dass solche Situationen erkannt und verbessert werden.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Eine Frau berichtet, wie ihr Wunsch nach Sterilisation wiederholt abgelehnt und bagatellisiert wurde. Ein CIRS-Fall über Patientenrechte und Selbstbestimmung.
Fall lesen →Nach einem Auffahrunfall wurde ein Patient beim Durchgangsarzt nicht als BG-Fall anerkannt. Was bei der Versorgung schiefläuft.
Fall lesen →Falsche Angaben in Arztberichten von Institutsambulanzen können gefährlich sein. Ein CIRS-Fall zeigt, wie Patientensicherheit gefährdet wird.
Fall lesen →Eine Patientin berichtet von 25 Jahren Fehldiagnostik, Medical Gaslighting und mangelnder Anerkennung chronischer Schmerzen. Was das System verbessern muss.
Fall lesen →Eine Patientin mit Borderline und schwerer Darmerkrankung wird jahrelang nicht ernst genommen. Ein CIRS-Fall über Diskriminierung und Versorgungslücken.
Fall lesen →Eine Patientin schildert, wie ihre Symptome nach dem Absetzen der Pille nicht ernst genommen wurden. Was dieser CIRS-Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Eine Patientin wartete fast 10 Jahre auf ihre Rheuma-Diagnose. Der Fall zeigt, wie Symptome bei Frauen zu schnell als psychisch abgetan werden.
Fall lesen →Eine Patientin berichtet von drohender Frühentlassung nach komplizierter Oberschenkelfraktur-OP – und den Folgen für ihre Sicherheit.
Fall lesen →CIRS-Fall: Patientin mit Dissoziativer Identitätsstörung erlebt Ablehnung ihrer Diagnose im Krankenhaus. Was das für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Eine Patientin schildert zwei schwere Fehldiagnosen: Guillain-Barré-Syndrom und perforierte Appendizitis wurden nicht erkannt. Ein Fall über Gender Bias in der Medizin.
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team