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2025-238

Präeklampsie trotz vorliegenden Symptomen und Hinweisen nicht erkannt – IUFT in der 28. SSW

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Fallbeschreibung:

Ich befand mich in der 28. SSW, hatte früh starke Wassereinlagerungen und bei jedem Vorsorgetermin erhöhten Blutdruck. Mein Gynäkologe sagte, es sei alles im Rahmen und riet mir gegen die Wassereinlagerungen viel Brennesselltee zu trinken und Voltaren auf die Handgelenke aufzutragen (was meine Hebamme bedenklich fand und mir davon abriet). Dann war meine Hebamme bei mir und klärte mich über die Präeklampsie auf, da sie mögliche Risiken bei mir erkannte. Ich habe daraufhin regelmäßig meinen Blutdruck kontrolliert. Einige Tage später hatte ich Morgens auf einmal einen Butdruck von 207/121 mmHg. Ich bin sofort zu meinem Gynäkologen gefahren, welcher ein normales Ultraschall machte und laut diesem sei alles in Ordnung mit dem Baby. Zu jedem Termin wo ich da war wurde immer mein Urin kontrolliert, an diesem Tag wurde jedoch kein Urin gefordert. Er verschrieb mir lediglich Methyldopa und entließ mich mit Selbstmedikation – ich soll schauen wie sich der Blutdruck entwickelt und bei Bedarf das Methyldopa nehmen. 3 Tage später war ich dann planmäßig beim Zuckertest. Nachdem ich die Glucoselösung trank sollte ein CTG geschrieben werden. Es wurde verzweifelt versucht ein Herzschlag zu finden. Nach 45 Minuten holte der Doktor mich zum Ultraschall und hat den IUFT festgestellt. Es hieß, das Baby sei laut Abmessung schon viel zu klein und unterentwickelt. Da kam bei mir die erste Frage auf, ob er das nicht schon vor den 3 Tagen hätte feststellen können, wo ich mit dem hohen Blutdruck da war. Er gab mir eine Einweisung ins Krankenhaus, eine AU und einen Termin für die Nachsorge und stellte mich vor die Tür. Niemand fragte, ob ich mich setzen möchte, oder ob jemand kommen könnte oder Ähnliches. Ich war alleine da, 30 km von meinem Heimatort, und stand völlig alleine gelassen mit der Situation draußen. Mein Mann kam sofort und daraufhin sind wir ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde nach Bestätigung der Diagnose sofort mit der medikamentösen Einleitung begonnen. Im durchgeführten U-Status ergab sich bei der Aufnahme eine Proteinurie von 300 mg/dl. Daraufhin erfolgte die Dosis Steigerung von Methyldopa auf 2000 mg/Tag. Im Verlauf entwickelte ich eine hypertensive Entgleisung bis auf 180/100 mmHg. Daraufhin erfolgte eine Optimierung der antihypertensiven Therapie mit Ramipril 2,5 mg/Tag. Darunter konnte eine adäquate Blutdruckeinstellung erreicht werden. Die Thrompozyten fielen ab und die Proteinurie war ebenfalls rückläufig. 4 Tage nach Einweisung entband ich in 27+5. Ein paar Wochen später forderte ich bei dem Gynäkologen meine vollständige Patientenakte an, da mich einige Punkte interessierten. Daraufhin habe ich festgestellt, dass der Tag wo ich den extrem hohen Blutdruck hatte, nirgends in der Akte und auch nicht im Mutterpass vermerkt wurde.

Gut gelaufen:

Wir haben uns im Krankehaus und im Kreißsaal wirklich sehr wohl und sicher gefühlt. Die Ärzte, Hebammen und das gesamte Personal haben die Situation sehr ernst genommen, waren sehr einfühlsam und führsorglich. Alle 15 Minuten wurde mein Blutdruck kontrolliert und meine Reflexe abgeklopft, um eine Eklampsie zu vermeiden. Auch die seelische und psychische Betreuung war hervorragend.

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 19-29 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis, Krankenhaus, Kreißsaal, Normalstation, Geburt, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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