2024-919
Zwei unterschiedliche Diagnosen
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Ich wohne an der Stadtstatt Grenze.
Für eine Behandlung benötigte ich ein Erstgespräch. Das führte ich bei einem Psychol. durch. Leider war kein Behandlungstermin bis zum Ende dessen Berufstätigkeit frei.
Für eine Behandlung in einem benachbarten Bundesland benötigte ich erneut! ein Erstgespräch!! Dort ebenfalls keine freien Termine und Ablehnung, da man meinte eine von der Neurologin / von dem Neurologen mit Überweisung empfohlene Traumatherapie sei nicht zielführend.
Ich verzichte somit auf weiteren Stress mit der Terminbettelei, Telefonieren, Kosten und Zeit für weitere Termine. Das macht mich zusätzlich fertig.
Wenn man an der Grenze zweier Bundesländer lebt und Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung sucht, können bürokratische Hürden und unterschiedliche fachliche Einschätzungen zusammentreffen – eine Situation, die körperlich und emotional sehr belastend sein kann. Der Aufwand durch wiederholte Erstgespräche, lange Suche und widersprüchliche Rückmeldungen ist real und darf nicht kleingeredet werden.
In diesem Fall gab es für die Betroffene keinen einfachen Ausweg: Kassenärztliche Versorgungsengpässe, unterschiedliche Diagnoseeinschätzungen und länderübergreifende Zuständigkeitsgrenzen lagen außerhalb ihres Einflussbereichs. Das ist wichtig anzuerkennen.
Wer sich in einer vergleichbaren Lage befindet, kann auf einige Wege zurückgreifen, die den Zugang zur Versorgung erleichtern könnten.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät kostenlos und vertraulich zu Fragen rund um Patientenrechte und Versorgungszugang – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Wenn Sie eigene Erfahrungen mit schwieriger Versorgungssituation teilen möchten, ist das auf mehr-patientensicherheit.de anonym möglich – jeder Bericht kann dazu beitragen, das System besser zu verstehen und zu verbessern.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Lange Wartezeiten, unklare Rechte: Was GKV-Versicherte bei der Suche nach Psychotherapie wissen sollten – und welche Risiken lauern.
Fall lesen →Ein Patient wartet 6 Monate auf einen Kardiologen-Termin – ohne Gespräch, ohne Anamnese. Was bei der Herzinsuffizienz-Abklärung schiefläuft.
Fall lesen →Ein Patient mit Aortenklappenstenose wartet über ein Jahr auf einen Kardiologen-Termin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken für Kassenpatienten.
Fall lesen →Trotz Überweisung und Termin abgewiesen: Ein PTBS-Betroffener schildert 5 Jahre Kampf um psychotherapeutische Versorgung – ein CIRS-Fall über Versorgungslücken.
Fall lesen →Dringlichkeitsüberweisung, kein Termin: Ein Patient wartet 6 Monate auf eine Magenspiegelung – die Diagnose lautete Magendurchbruch.
Fall lesen →Patient mit Bandscheibenvorfall wartet 3,5 Stunden in der Notaufnahme – ein Fall über Triage, Schmerzversorgung und Kapazitätsgrenzen.
Fall lesen →Eine Patientin mit Schwäche und starkem Husten wurde in der Hausarztpraxis abgewiesen. Erst die Notaufnahme erkannte: bakterielle Lungenentzündung und Grippe.
Fall lesen →Ein Patient wartet bis zu 13 Monate auf einen Kardiologen-Termin. Wie Vermittlungscodes und Dringlichkeitsvermerke den Zugang zur Versorgung beeinflussen.
Fall lesen →Nach einer Augen-OP wartet ein Patient seit 2 Monaten auf einen Folgetermin – ohne Rückmeldung. Ein Fall über Kommunikationslücken im Gesundheitswesen.
Fall lesen →Patient mit akuten Ohrenschmerzen wird abgewiesen – kein Hausarzt, kein Notfalltermin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken im deutschen Gesundheitssystem.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team