2024-252
Falsche Diagnose als Hashimoto- und Endometriosepatientin erhalten
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Bin Hashimoto- und Endometriosepatientin seit über zehn Jahren. Nahm seit der Geburt meines ersten Kindes die „Stillpille“ wegen Endometriose zur Unterdrückung der Regelblutung. Vier Jahre nach der Geburt bei Kontrolluntersuchung plötzlich ein paar Zysten an den Eierstöcken entdeckt und nur deshalb die Diagnose „PCO“. Kein unerfüllter Kinderwunsch, Regelblutung ausbleibend wegen durchgehender Einnahme der Gestagene, keine anderen Symptome von PCO. Habe daraufhin den Gynäkologen gewechselt, neuer Gynäkologe revidiert Diagnose PCO, problemlos schwanger innerhalb eines Monats ab erneutem Kinderwunsch.
Eine Diagnose zu erhalten, die sich im Nachhinein als nicht zutreffend herausstellt, kann verunsichernd und belastend sein – besonders wenn man bereits mit einer komplexen Krankengeschichte vertraut ist und sich gut mit dem eigenen Körper auskennt. In diesem Fall wurde bei einer Routineuntersuchung ein Befund erhoben, der zur Diagnose PCO (Polyzystisches Ovarsyndrom – eine hormonelle Erkrankung, bei der sich an den Eierstöcken viele kleine Zysten bilden können) geführt hat, ohne dass weitere typische Beschwerden oder Kriterien berücksichtigt wurden. Erschwerend kam hinzu, dass die Patientin trotz eigener Nachfragen keine ausreichende Erklärung zu Hintergründen der Diagnose erhalten hat.
Diagnosen wie PCO werden üblicherweise anhand mehrerer Kriterien gestellt – darunter Hormonspiegel, Zyklus und Beschwerden. Ein einzelner Ultraschallbefund allein reicht für eine gesicherte Diagnose in der Regel nicht aus. Dass Medikamente wie Gestagene (bestimmte Hormone, die unter anderem die Regelblutung unterdrücken) das Erscheinungsbild eines Ultraschallbefunds beeinflussen können, ist ein wichtiger Zusammenhang – der jedoch nicht immer ausreichend kommuniziert wird.
Wer eine neue Diagnose erhält, die sich nicht mit dem eigenen Erleben zu decken scheint, kann verschiedene Möglichkeiten nutzen, um Klarheit zu gewinnen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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