2025-228
Portkatheter war von selbst gerissen, 9 cm langes Teil im Herzen
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Ich trug den Port seit Mai 2024, bekam Chemotherapie. Seit Oktober 2024 in der Nachsorge, wobei der Port jedesmal genutzt und gespült wurde. Anfang Juni diesen Jahres war noch alles gut, am 18. Juli ging gar nichts mehr. Starke Schmerzen beim Spülen – Fazit: der Port muss raus. Seit ca. 3 Wochen hatte ich vermehrt Herzstolpern und – rasen, mir aber nichts gedacht. Also einen Termin gemacht und es sollte die Entfernung sein. Der Port saß sehr fest und versteckt, der Katheter ließ sich nicht auffinden. Als ein zweiter Arzt ihn endlich heraus bekam, war nur ein ca. 5 cm langer Schlauch dran – der Rest von knapp 10 cm in mir!! Der Schreck war auf allen Seiten groß, ich wurde umgehend in das nebenstehende Krankenhaus überwiesen, das eine Kardiologie hat. Das Röntgenbild ergab, dass der Katheter im Herzen saß, vom Vorhof bis zum Ventrikel, an der Wand angelegt.
Einen Krebs erfolgreich behandelt zu haben und dann mit einer unerwarteten Komplikation konfrontiert zu werden – das ist eine enorme Belastung, körperlich wie emotional. Was diese Patientin erlebt hat, ist selten, aber es zeigt, wie komplex medizinische Implantate sein können und wie wichtig das Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche ist.
Ein Portkatheter (ein dauerhaft unter die Haut eingepflanztes System zur Medikamentengabe) kann in seltenen Fällen reißen. Ein abgetrenntes Katheterstück kann dann in Blutgefäße oder das Herz wandern – ein Zustand, der dringend behandelt werden muss. In diesem Fall arbeiteten Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen schnell und koordiniert zusammen, und der Fremdkörper konnte erfolgreich entfernt werden.
Wer einen Port trägt oder getragen hat, kann einige Dinge im Blick behalten, die dabei helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und anzusprechen.
Wenn Sie eine belastende medizinische Erfahrung gemacht haben und Fragen zu Ihren Rechten oder zur Versorgungssituation haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym berichten und damit dazu beitragen, die Versorgung für andere zu verbessern.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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