2025-338
Falsche Medikation erhalten trotz Kontraindikation
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Nach einer ambulanten Operation am Knie erhielt ich Ibuprofen 600, Novalgin und Tilidin als Schmerzmittel. Meinen Hinweis, dass ich dies aufgrund der regelmäßigen Einnahme von Escitalopram nicht nehmen dürfe (meine Medikation hatte ich vorab angegeben), tat der Arzt mit einem Achselzucken und einem „dann müsse ich halt schauen“ ab und beendete das Gespräch.
Es ist belastend, wenn man das Gefühl hat, mit einem wichtigen Hinweis zur eigenen Gesundheit nicht gehört zu werden – besonders in einer Situation, in der man gerade einen Eingriff hinter sich hat. Wenn Medikamente verordnet werden, die mit einer bestehenden Dauermedikation in Wechselwirkung treten können, ist es verständlich, dass das Unsicherheit und Sorge auslöst.
Wechselwirkungen zwischen Medikamenten – also unerwünschte gegenseitige Beeinflussungen – können die Wirksamkeit eines Mittels verändern oder unerwünschte Nebenwirkungen verstärken. Dauermedikationen wie Escitalopram (ein Mittel, das häufig bei Depressionen oder Angsterkrankungen eingesetzt wird) können mit bestimmten Schmerzmitteln in Wechselwirkung treten. Damit ärztliches Personal diese Zusammenhänge berücksichtigen kann, ist die vollständige Angabe aller Medikamente vor einem Eingriff ein wichtiger Schritt – der in diesem Fall offenbar bereits erfolgt ist.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eigene Sicherheit in solchen Momenten aktiv zu unterstützen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient mit Diabetes erlebte eine schwere Unterzuckerung nach Verschreibung von Forxiga und Metformin – ohne Berücksichtigung seiner Vorerkrankungen.
Fall lesen →Schwere Symptome, langer Leidensweg: Wie eine unerkannte Schilddrüsenerkrankung zu gefährlichen Verzögerungen führte. Ein CIRS-Fall zur Patientensicherheit.
Fall lesen →Ein Patient erhält nach dem Krankenhaus kein Rezept für ein lebenswichtiges Medikament – obwohl eine günstigere Alternative vorliegt. Ein CIRS-Fall.
Fall lesen →Ein Mann erhielt jahrelang Benzodiazepine, obwohl der Arzt ihn kaum sah. Ein CIRS-Fall über Rezeptausstellung, Abhängigkeit und Entzug.
Fall lesen →Ein Patient erhielt monatelang verbotene Schmerzmittel – weil Niereninsuffizienz und Kontraindikation im Arztbrief fehlten. Was dieser Fall lehrt.
Fall lesen →Ein Patient nimmt Atorvastatin ohne Aufklärung über Risiken – mit schweren Folgen. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie wichtig Medikamentenaufklärung ist.
Fall lesen →Ein 83-Jähriger mit schwerer Herzerkrankung erhält trotz bekannter Unverträglichkeit Nustendi – mit gravierenden Folgen. Ein CIRS-Fall zur Arzneimittelsicherheit.
Fall lesen →Zwei neue Medikamente gleichzeitig – doch sie durften nicht kombiniert werden. Ein CIRS-Fall über Wechselwirkungen und die Bedeutung von Beipackzetteln.
Fall lesen →Ein Psychiater verschrieb ein Antipsychotikum, obwohl eine Therapeutin ein anderes Mittel empfahl. Was lief schief? Dieser Fall zeigt, wie wichtig Aufklärung ist.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Wird Prolia ohne Ersatztherapie abgesetzt, drohen ernste Risiken. Was Patientinnen und Patienten wissen sollten.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team