2024-1589
Nichteinhaltung der Leitlinien bei Wirbelsäulenverletzung mit schweren Folgen
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Nach einem Leitersturz im Haushalt bin ich, ü60-weiblich, in die chirurgische Rettungsstelle eingeliefert worden.
Es wurden Röntgenbilder der Lendenwirbelsäule gemacht. Man hat keine Fraktur gesehen und mich ohne Zielaufnahme und ohne CT entlassen. Nach 10 Tagen, die ohne Schmerzmittel nicht auszuhalten waren, habe ich mich mangels Besserung der Beschwerden gewundert und mir ein MRT machen lassen.
Dort wurde ein massiver Deckplatteneinbruch am 12. Brustwirbelkörper diagnostiziert. Auf dieser Fraktur bin ich also unversorgt 10 Tage aufrecht gegangen, ohne daß ich versorgt war. Der Wirbelkörper ist um einen weiteren Zentimeter eingesackt mit Absplitterung in den Wirbelkanal. Am Unfalltag wurde die Fraktur nicht erkannt. Der Wirbelkörper war durch den Unfall bereits um 1 cm eingesackt. Das wurde später in einem anderen Krankenhaus ausgemessen und erkannt.
Ein Sturz mit starken Rückenschmerzen ist ein ernstes Ereignis – körperlich und emotional. Dass Verletzungen trotz einer ersten Untersuchung zunächst unentdeckt bleiben, ist eine Erfahrung, die Betroffene tief verunsichern kann.
Nach einem Trauma – also einem Unfall mit Krafteinwirkung auf den Körper – können bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen in manchen Fällen nicht alle Verletzungen zuverlässig sichtbar machen. Bestimmte Wirbelfrakturen (Knochenbrüche an der Wirbelsäule) lassen sich auf Röntgenbildern unter Umständen schwerer erkennen als in einer Computertomografie (CT) oder einer Magnetresonanztomografie (MRT). Medizinische Leitlinien – das sind systematisch erarbeitete Empfehlungen für die ärztliche Behandlung – sehen für bestimmte Risikogruppen deshalb weiterführende Untersuchungen vor.
Wer nach einem Unfall anhaltende oder zunehmende Schmerzen erlebt, kann aktiv nachfragen – auch wenn eine erste Untersuchung bereits stattgefunden hat.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und neutrale Beratung zu medizinischen und rechtlichen Fragen – auch dann, wenn der Verdacht auf einen Behandlungsfehler besteht. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu melden, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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