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2026-005

Zahn-OP: gesunder Zahn beschädigt

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Fallbeschreibung:

Zahnbehandlung: Gesunder Zahn beschädigt – CIRS-Fall

Gestern war die zweite Zahnoperation bei der ein gesunder Zahn von der Zahnärztin beschädigt wurde und u.a. mit den Geräten schmerzlich durch wegrutschen gegen den Gaumen und andere Zähnen „geschlagen“ … bei den heutigen Kontrolle meinte die Zahnärztin sie hätte die durch ihre Behandlung entstandene Zahnbeschädigung ganz vergessen und das der beschädigte Zahn von ihr kostenlos wiederhergestellt wird … Warum man den Patienten nicht gleich zu einem Spezialisten der Kieferchirurgie überweist ist mir schleierhaft. Natürlich kann mal etwas schiefgehen, aber wer haftet dafür. Gefühlt wird dies nun vertuscht und herum gebessert und vermutlich nicht mal als Behandlungsfehler hinterlegt. Ärzte müssen doch eigentlich versichert sein würde man annehmen!

Gut gelaufen:

Man hätte den Patienten an einen Spezialisten überweisen müssen.

Schlecht gelaufen:

Der Patient wurde während der Zahnoperation verletzt und ein gesunder Zahn wurde beschädigt/abgebrochen!

Verbesserungsvorschläge:

Ärzte sollten nicht so tun als wäre es normal das solche Fehler passieren, sondern dem Patienten dementsprechend aufklären und ggf. der Versicherung melden anstatt so zu tun als wäre nichts geschehen… Zähne wachsen nicht mehr nach!

Weitere Infos:

Es ist enttäuschend da man immer häufiger von solchen Fehlern bei dem der Patient das einfach so hinnehmen muss da man nicht weiß wie man bei Behandlungsfehlern reagieren soll

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn bei einem zahnärztlichen Eingriff unvorhergesehen ein gesunder Zahn beschädigt wird, ist das für Betroffene und ihre Angehörigen eine belastende und oft verwirrende Erfahrung. Besonders schwierig kann es sein, wenn man das Gefühl hat, dass das Geschehene nicht offen besprochen oder angemessen dokumentiert wird.

Zahnärztliche Eingriffe bergen – wie alle medizinischen Behandlungen – ein gewisses Risiko für unbeabsichtigte Begleitschäden. Gleichzeitig haben Patientinnen und Patienten in Deutschland klare Rechte: auf vollständige Aufklärung, auf Einsicht in ihre Behandlungsunterlagen und auf Unterstützung bei möglichen Behandlungsfehlern.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Betroffene oder Angehörige in einer solchen Situation aktiv werden können – ohne sofort einen juristischen Weg einschlagen zu müssen.

  • Alles dokumentieren: Es kann hilfreich sein, Datum, Ablauf und Beschwerden schriftlich festzuhalten – auch Fotos von sichtbaren Schäden sind möglich. Diese Aufzeichnungen können später bei Bedarf wichtig sein.
  • Akteneinsicht anfragen: Patientinnen und Patienten haben das Recht, ihre Behandlungsunterlagen einzusehen. Eine mögliche Formulierung: „Ich möchte Einsicht in meine vollständige Patientenakte, einschließlich der Behandlungsdokumentation vom heutigen und gestrigen Termin.“
  • Eine zweite Meinung einholen: Eine unabhängige Einschätzung durch eine andere Zahnarztpraxis oder einen kieferchirurgischen Fachbereich (Spezialist für operative Eingriffe im Mund-Kiefer-Bereich) ist jederzeit möglich – und kann helfen, den tatsächlichen Schaden besser einzuschätzen.
  • Neutrale Beratung in Anspruch nehmen: Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, unabhängige Unterstützung bei Fragen zu möglichen Behandlungsfehlern – auch bevor man sich für oder gegen weitere Schritte entscheidet.

Worauf Sie achten können

  • Wurden alle Schäden und Vorkommnisse während der Behandlung in der Patientenakte dokumentiert? Eine Nachfrage ist möglich und legitim.
  • Wurde der entstandene Schaden offen angesprochen und eine nachvollziehbare Lösung besprochen – einschließlich einer möglichen Überweisung an einen Spezialisten?
  • Ist bekannt, dass Zahnarztpraxen in Deutschland gesetzlich zur Berufshaftpflichtversicherung verpflichtet sind? Das bedeutet: Bei anerkannten Behandlungsfehlern besteht ein Anspruch auf Schadensersatz.
  • Fühlt man sich mit der Situation allein gelassen? Die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzte- und Zahnärztekammern bieten eine unabhängige Prüfung – oft ohne sofortigen Rechtsweg.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unterstützt Betroffene und Angehörige kostenlos und vertraulich bei Fragen rund um Behandlungsfehler und Patientenrechte – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenfrei). Weitere Informationen und Erfahrungsberichte finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 19-29 Jahre
Art der Einrichtung:Zahnarztpraxis, Ambulante Praxis
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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