2024-1035
Falsch eingerenkt – Hüftbeuger beschädigt
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Vor ein paar Jahren besuchte ich einen Orthopäden, da sich nach Renovierungsarbeiten etwas am Rücken verklemmt zu haben schien.
Die Ärztin bat mich auf eine Liege und machte mehre Dinge. Nach einer Pause, dachte ich, das „Einrenken“ sei vorbei. Die Ärztin stand am Fußende der Liege, ich lag auf dem Bauch auf der Liege und ich konnte die Ärztin daher nicht sehen. Plötzlich riss die Ärztin unvermittelt an meinem linken Bein.
Dabei muss sie meinen Hüftbeuger massiv beschädigt haben. Zunächst dachte ich, es sei nur starker Muskelkater, aber dann hatte ich schlaflose Nächte vor Schmerzen. Den Orthopäden habe ich danach gewechselt. Alle Ärzte, die ich fragte (Hausarzt / Orthopäde), baten um Geduld, es würde etwas Zeit brauchen, aber heilen. Seitdem heilt der Hüftbeuger maximal grob alltagstauglich. Sobald er auf starke Dehnung, Spannung, Belastung kommt, habe ich Schmerzen wie am ersten Tag und muss einige Monate warten bis es wieder erträglich ist.
So hat die Ärztin kein Problem gelöst, mir stattdessen ein neues geschaffen. Zudem sind mir z.B. bestimmte Yogaübungen, die ich sehr gut für meine Rückengesundheit ausüben könnte, nicht mehr möglich.
Eine Behandlung, die Linderung bringen soll, und stattdessen bleibende Beschwerden hinterlässt – das ist eine belastende Erfahrung, die das Vertrauen in medizinische Behandlungen nachhaltig erschüttern kann. Manuelle Therapien an Wirbelsäule und Gelenken – also Behandlungen, bei denen Therapeut:innen mit den Händen direkt am Körper arbeiten – können Techniken umfassen, die für Betroffene überraschend und unangenehm sind, wenn sie nicht angekündigt werden.
In diesem Fall wurde ein Handgriff am Bein ohne vorherige Ankündigung ausgeführt. Da die Patientin mit dem Gesicht nach unten lag, war es ihr nicht möglich, die Bewegung zu antizipieren oder darauf zu reagieren. Solche Situationen machen deutlich, wie wichtig Kommunikation zwischen Behandelnden und Patient:innen während einer Therapie ist – nicht nur davor.
Wer eine manuelle Therapie plant oder bereits mittendrin ist, kann auf einige Dinge achten, die das eigene Sicherheitsgefühl stärken.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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