2024-376
Starker Blutverlust bei OP – Nachoperation war unmittelbar notwendig
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Geplante OP – Teilentfernung der Gebärmutter.
Es wurde konkret benannt, wer mich operiert. Am OP Tag bereits im OP Raum wurde mir die Assistenzärztin vorgestellt, die mich aktuell operiert. Im Aufwachraum wies der Krankenpfleger den Arzt akut darufhin, „wenn bei der Frau nichts unternommen wird, dann verblutet sie.“
Es kamen Ärzte und erklärten mir, dass es nachblute und eine sofortige Nach-OP notwendig ist.
Ich befand mich noch im Delir der 1. Narkose und wollte nur noch meine Angehörigen verständigen. Dies haben die Pfleger dann übernommen. Ich war selbst nicht in der Lage. Dann kam ich bereits in den Op und wurde narkotisiert und nochmals operiert.
Nach dieser zweiten OP hatte ich unglaubliche Schmerzen im Bauch- und Rückenraum. Konnte alleine nicht aufstehen. Wenn eine Freundin nicht hier gewesen wäre, wäre ich auf mich gestellt gewesen.
Nachsorge und Nachbehandlungen waren notwendig.
Ein geplanter Eingriff, der zur Notoperation wird – das ist eine Erfahrung, die körperlich und seelisch tiefe Spuren hinterlassen kann. Wenn dann noch die Erholung schwierig ist, Fragen unbeantwortet bleiben und das Vertrauen in die Versorgung erschüttert wird, ist das eine erhebliche Belastung.
In diesem Fall erkannte ein Krankenpfleger im Aufwachraum eine lebensbedrohliche Situation und handelte sofort – das war entscheidend. Die Patientin selbst befand sich zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Einfluss der Narkose und in einem Zustand, der ihr keinerlei eigenes Eingreifen erlaubte. In einer solchen Lage gibt es für Betroffene keinen realistischen Spielraum – das ist wichtig anzuerkennen. Umso mehr fiel es ins Gewicht, dass eine Freundin als Begleitperson vor Ort war.
Wer nach einer belastenden Behandlungserfahrung Orientierung sucht oder Fragen hat, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, eigene Erfahrungen anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Versorgung für andere beizutragen.
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