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2024-1130

Fehlende Empathie

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Fallbeschreibung:

Fehlende Empathie beim Arztgespräch nach MRT-Befund

Ich bat meinen Radiologen/ meine Radiologin nach dem MRT meines Kopfes um eine klare Aussage zu seinem Befund. Er/ Sie redete sich mit Allgemeinplätzen raus („sterben werden wir alle irgendwann“), was mich extrem verängstigte.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Das Verhalten des Arztes/ der Ärztin trotz eindringlicher Nachfrage empfand ich als gefühllos, unhöflich, respektlos

Verbesserungsvorschläge:

Die Ehrlichkeit und Klarheit beim Patientengespräch

Weitere Infos:

Ich würde mir wünschen, wie ein Mensch wahrgenommen zu werden, nicht wie ein Fall.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Untersuchung wie ein MRT des Kopfes ist für viele Menschen mit Anspannung und Sorge verbunden – umso mehr, wenn man anschließend auf eine klare Einschätzung wartet. Wenn ein Arzt oder eine Ärztin auf direkte Nachfragen ausweicht oder mit Aussagen antwortet, die sich anfühlen wie ein Abwimmeln, kann das tiefe Verunsicherung und Angst auslösen.

Solche Situationen entstehen nicht immer aus Gleichgültigkeit – manchmal spielen Zeitdruck, Unsicherheit über den richtigen Umgang mit schwierigen Gesprächen oder unterschiedliche Vorstellungen über die Rolle von Radiolog:innen eine Rolle. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich Betroffene in einem solchen Moment allein gelassen fühlen können – und dass dieser Wunsch nach Klarheit vollkommen berechtigt ist.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt einige Möglichkeiten, wie man sich in einem solchen Gespräch besser Gehör verschaffen oder anschließend Unterstützung suchen kann.

  • Es ist möglich, das eigene Anliegen zu Beginn des Gesprächs klar zu benennen: „Ich möchte verstehen, was der Befund bedeutet – bitte sprechen Sie offen mit mir.“ Das signalisiert, dass man eine ehrliche Antwort wünscht und keine beschönigenden Formulierungen.
  • Wenn eine Antwort unklar bleibt oder sich wie ein Ausweichen anfühlt, kann man nachfragen: „Gibt es etwas, das Sie mir nicht sagen möchten – und wenn ja, warum?“ Solche direkten Fragen können ein Gespräch öffnen.
  • Radiolog:innen erstellen in der Regel einen schriftlichen Befundbericht. Es ist möglich, ausdrücklich darum zu bitten, diesen Bericht ausgehändigt zu bekommen – um ihn in Ruhe zu lesen oder mit dem Hausarzt oder der Hausärztin zu besprechen.
  • Wenn ein Gespräch trotz Nachfragen unbefriedigend bleibt, ist es möglich, einen zweiten Gesprächstermin zu erfragen oder die zuweisende Ärztin bzw. den zuweisenden Arzt (also die Person, die die Untersuchung angeordnet hat) um eine ausführliche Besprechung des Befunds zu bitten.

Worauf Sie achten können

  • Eine klare Antwort auf direkte Fragen ist ein berechtigter Wunsch – es ist möglich, diesen Wunsch offen zu äußern und darauf zu bestehen.
  • Der schriftliche Befundbericht steht Ihnen zu – Sie können ihn jederzeit anfordern und für weitere Gespräche nutzen.
  • Wenn ein Arztgespräch sich respektlos angefühlt hat, ist es möglich, eine Patientenbeschwerdestelle oder die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) zu kontaktieren – dort wird vertraulich und kostenlos beraten.
  • Eine Begleitperson kann helfen, im Gespräch Fragen zu stellen, Antworten mitzuschreiben und nach dem Termin gemeinsam das Gehörte einzuordnen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Geschlecht: divers

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