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2024-1260

Private zusatzleistung hat 1200 eur berechnet

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Fallbeschreibung:

Unerwartete Arztkosten: 1.200 € statt 120 € für Tauchtauglichkeit

Ich war als Privatpatientin bei einem Arzt um eine Tauchtauglichkeit bescheinigen zu lassen. Kosten max. ca. 80-120.
Am Ende wurden so viele Extraleistungen gemacht (ohne dass es mir eindeutig mitgeteilt wurde!), dass ich jetzt über 1.200Eur zahlen soll.

Gut gelaufen:

Permanent nachfragen ob etwas extra kostet und was das genau ist, was da gemacht werden soll und wieso und ob man es auch anders umsonst bekommt.

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Kosten müssen vorher bekannt sein und man sollte es vorher unterschreiben müssen, was genau bezahlt werden muss.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Ein Arztbesuch, der eigentlich überschaubar erscheint, endet mit einer Rechnung, die weit über dem Erwarteten liegt – das ist eine Situation, die verunsichern und belasten kann. Bei sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) – also Leistungen, die Arztpraxen zusätzlich anbieten und die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden – entstehen Kosten, die für Patient:innen nicht immer von vornherein transparent sind. Das gilt auch für Privatpatient:innen, bei denen Abrechnungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) teils erhebliche Summen erreichen können.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich vorab informiert und nachfragt, kann dazu beitragen, unerwartete Kosten zu vermeiden.

  • Vor dem Termin ist es möglich, die Praxis konkret nach den voraussichtlichen Gesamtkosten zu fragen – zum Beispiel: „Was genau wird bei dieser Untersuchung gemacht, und mit welchen Kosten muss ich insgesamt rechnen?“
  • Werden während der Behandlung zusätzliche Untersuchungen oder Maßnahmen vorgeschlagen, kann man nachfragen, ob diese im ursprünglich genannten Preis enthalten sind – und ob sie medizinisch notwendig oder optional sind.
  • Es ist möglich, eine schriftliche Kostenaufstellung oder einen Heil- und Kostenplan (ein vorab erstelltes Dokument mit den geplanten Leistungen und deren Preisen) zu erbitten, bevor man Leistungen in Anspruch nimmt.
  • Bei unklaren Rechnungen nach dem Termin kann man die Praxis um eine detaillierte Aufschlüsselung der einzelnen Leistungspositionen bitten – eine solche Erläuterung ist auf Nachfrage möglich.

Worauf Sie achten können

  • Vor dem Termin klären: Welche Leistungen sind im Basispreis enthalten, welche werden extra berechnet?
  • Zusatzleistungen erst nach ausdrücklicher Information und eigener Zustimmung annehmen – eine mündliche oder schriftliche Bestätigung ist möglich einzufordern.
  • Die Rechnung nach dem Termin sorgfältig prüfen: Sind alle aufgeführten Leistungen tatsächlich erbracht worden und waren sie vorher bekannt?
  • Bei Unstimmigkeiten kann die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos weiterhelfen – sie unterstützt bei der Einschätzung von Rechnungen und bei der Klärung von Abrechnungsfragen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

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