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2024-1569

Verbrennungen/Verätzungen der Haut aufgrund von Salbe – Folge Nekrosenbildung

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Fallbeschreibung:

Hautnekrosen durch Salbe: CIRS-Fall zur Patientensicherheit

Aufgrund einer großen Blase am Oberschenkel bin ich zu meiner langjährigen Hautärztin gegangen, die sie mir auch entfernt hat.
Da ich aber auch eine Gefäßentzündung an den Beinen (Autoimmunerkrankung) habe und an den Knieinnenseiten noch ältere Einblutungen hatte, die mit der Zeit vom Körper abgebaut worden wären, hat sie mir eine Salbe verschrieben, die bei mir ein starkes Brennen ausgelöst hat.
Nachdem ich der Hautärztin davon berichtet hatte, hatte sie mir eine andere Salbe verschrieben, die erneut heftiges Brennen bei mir ausgelöst hat.
Ich bin insgesamt 4 x w. der Beschwerden wieder zu ihr hin gegangen. Sie meinte nur lapidar, dass man das Brennen aushalten müsse.
4 Stunden später bin ich aufgrund von Verbrennungen/Verätzungen der Haut an den Knieinnenseiten und unerträglichen Schmerzen als Notfall ins Krankenhaus gekommen.
Es haben sich dann großflächige Nekrosen gebildet, die später operativ entfernt werden mussten.
Da ich danach großflächige Wunden (offene Beine) hatte, mussten diese 6 Monate vom örtlichen Wundzentrum versorgt werden.
Zurückgeblieben sind häßliche Narben, die nach vollständiger Abheilung durch einen Narbenspezialisten korrigiert werden müssen.

Gut gelaufen:

gar nichts – höchstens die OP durch den Wundarzt

Schlecht gelaufen:

Die Hautärztin hat sich noch nie Zeit für Patienten genommen. 1 – 2 Minuten, Salbe und tschüss. Außerdem ist sie nicht auf meine Beschwerden eingegangen, sondern hat sie als geringfügig abgetan.

Verbesserungsvorschläge:

Den Patienten und seine Beschwerden ernst nehmen und sich mehr Zeit für die Patienten nehmen.

Weitere Infos:

Ich bin gegen diese Ärztin rechtlich vorgegangen. Der Fall liegt beim Landgericht und ist noch nicht abschließend behandelt worden. In den Patientenbewertungen wurde schon ein Fall von Verätzungen der Haut veröffentlicht. Vielleicht sollte dieser Ärztin die Zulassung entzogen werden.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wer nach einem Arztbesuch Beschwerden entwickelt und diese meldet, darf erwarten, dass sie ernst genommen werden – dass das nicht immer geschieht, kann für Betroffene sehr belastend sein. Wenn auf ein starkes Brennen nach einer Salbenbehandlung nicht angemessen reagiert wird, kann sich aus einer zunächst überschaubar wirkenden Situation rasch eine schwerwiegende Verletzung entwickeln – bis hin zu Gewebeschäden (sogenannten Nekrosen), die operative Eingriffe und eine monatelange Wundversorgung notwendig machen.

Wichtig anzuerkennen: Die betroffene Person hat ihre Beschwerden aktiv und wiederholt gemeldet. In einer solchen Situation, in der die Rückmeldungen der behandelnden Ärztin die Symptome wiederholt als geringfügig eingestuft hat, ist es verständlich, wenn Betroffene zunächst auf diese Einschätzung vertrauen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt Möglichkeiten, die eigene Position in der Behandlung zu stärken – auch dann, wenn man sich mit seinen Beschwerden nicht ausreichend gehört fühlt.

  • Beschwerden konkret und schriftlich festhalten: Wann hat das Brennen begonnen, wie stark war es, hat es sich verändert? Eine kurze Notiz – auch auf dem Smartphone – kann helfen, Symptome präzise zu schildern und Verläufe nachvollziehbar zu machen. Möglich ist zum Beispiel zu sagen: „Das Brennen hat heute Nacht begonnen und ist seitdem stärker geworden – ich mache mir Sorgen.“
  • Eine zweite ärztliche Meinung einholen: Wenn eine Reaktion auf ein Medikament oder eine Salbe ungewöhnlich stark erscheint und die behandelnde Praxis keine befriedigende Erklärung liefert, ist es möglich, sich zeitnah in einer anderen Praxis oder in einer Notaufnahme vorzustellen – auch ohne offizielles Überweisungsschreiben.
  • Bei starken oder ungewöhnlichen Reaktionen auf Medikamente frühzeitig die Notaufnahme aufsuchen: Starkes, anhaltendes Brennen auf der Haut, vor allem bei bekannten Vorerkrankungen wie einer Gefäßentzündung (Vaskulitis), kann ein Zeichen dafür sein, dass die Haut empfindlicher reagiert als üblich. In einem solchen Fall ist der direkte Weg in die Notaufnahme eine mögliche und sinnvolle Option.
  • Eine Begleitperson mitnehmen: Eine vertraute Person beim Arzttermin kann dabei helfen, Symptome zu schildern, Rückfragen zu stellen und das Gespräch besser im Gedächtnis zu behalten.

Worauf Sie achten können

  • Wird auf Ihre Beschwerden – zum Beispiel ungewöhnliches Brennen oder Schmerzen nach einer Behandlung – konkret eingegangen, oder werden sie als selbstverständlich abgetan?
  • Erhalten Sie bei neuen oder veränderten Beschwerden eine nachvollziehbare Erklärung, was die Ursache sein könnte und wann eine erneute Vorstellung sinnvoll wäre?
  • Werden Ihre Vorerkrankungen – zum Beispiel eine Autoimmunerkrankung oder Gefäßveränderungen – bei der Auswahl und Anwendung von Medikamenten und Salben berücksichtigt?
  • Haben Sie das Gefühl, dass ausreichend Zeit für Ihr Anliegen zur Verfügung steht, um Fragen stellen und Unklarheiten ansprechen zu können?

Sie sind nicht allein

Wer nach einem belastenden Behandlungsverlauf Orientierung sucht – etwa zu Beschwerdemöglichkeiten oder zur Durchsetzung von Patientenrechten – kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden, die kostenlos und neutral informiert. Erfahrungen wie diese können außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym gemeldet werden, damit andere Betroffene und das Gesundheitssystem daraus lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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