2024-965
ME/CFS viel zu spät erkannt, nur durch meine Eigeninitiative
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Ich habe rückblickend seit ca. 10 Jahre ME/CFS, vermutlich ausgelöst durch EBV-Infektion. Mein Zustand hat sich schleichend in Etappen verschlechtert. Es wurde immer mit Psychosomatik erklärt, was in meinem Fall nicht ganz falsch ist, bei vielen anderen ME/CFS-Patienten aber schon.
Spätestens bei der anhaltenden Verschlechterung vor ca. 3 Jahren hätten Ärzte/Therapeuten hellhörig werden müssen. Erst vor ca. 1.5 Jahren kam die Idee auf und ich habe letztlich mit Eigeninitiative Ausschluss-Diagnostik und spez. Diagnostik (letzteres beim Privatarzt, Selbstzahler) innerhalb eines Jahres durchführen lassen.
Leider ist die Versorgungssituation in Deutschland nachwievor sehr schlecht, so dass ich selbst die vielen Termine vereinbaren (teils fast erzwingen) musste und einiges sogar selbst zahlen musste. Zugang zu Experten und Fachzentren :-(
Außerdem einmonatige Verschlechterung durch Booster-Impfung. Auch hier musste ich selbst nachforschen und bin bis heute zu keinem 100%igen Ergebnis gekommen.
Weder Post-Vac-Ambulanz noch die diversen Long-Covid-Ambulanzen noch die Zentren für seltene Erkrankungen wollten/konnten mich aufnehmen.
Eine Erkrankung über viele Jahre nicht beim Namen nennen zu können – das kostet enorme Kraft, gerade wenn der Körper ohnehin kaum noch Energie zur Verfügung stellt. ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die mit extremer Erschöpfung, Schmerzen und einer charakteristischen Belastungsintoleranz einhergeht. Da die Erkrankung in der medizinischen Ausbildung bislang wenig Raum einnimmt und ihre Symptome denen anderer Erkrankungen ähneln, bleibt eine Diagnose häufig über Jahre aus – oft trotz intensiver ärztlicher Kontakte.
Menschen mit ME/CFS berichten regelmäßig, dass sie einen Großteil ihrer begrenzten Energie dafür aufwenden müssen, Informationen zu sammeln, Termine zu organisieren und sich gegenüber Behandelnden, Gutachtern und Behörden zu erklären. Das ist eine strukturelle Herausforderung – keine individuelle.
Wer den Verdacht hat, an ME/CFS oder einer ähnlichen schwer fassbaren Erkrankung zu leiden, kann verschiedene Wege nutzen, um den Diagnoseprozess zu strukturieren und eigene Ressourcen zu schonen.
Wer Unterstützung bei der Orientierung im Gesundheitssystem sucht, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – erreichbar unter www.patientenberatung.de. Erfahrungen wie die hier beschriebenen können auf mehr-patientensicherheit.de anonym berichtet werden – damit sie sichtbar werden und zur Verbesserung der Versorgung beitragen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team