2025-340
Ärztin schlecht informiert über ME/CFS
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Ich bin mit ME/CFS in eine Arztpraxis, da ich Schulterschmerzen hatte.
Ohne mich zu kennen, meinen Schweregrad zu erfragen oder sonst irgendwas über mich und scheinbare auch die Krankheit zu wissen…
Wurde mir gesagt, ich hätte das mit dem Pacen alles falsch verstanden, ich dürfe nicht im Bett liegen sondern müsse mehr Pacen. Im Sinne von mich mehr bewegen. Dazu gab sie mir gleich Übungen für meinen Arm mit, die bei meinem Zustand absolut nicht durchführbar gewesen sind.
Eine Erkrankung wie ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) ist komplex – und nicht alle Behandelnden sind gleichermaßen mit ihren Besonderheiten vertraut. Wenn empfohlene Maßnahmen auf einem unvollständigen Verständnis der Erkrankung beruhen, kann das für Betroffene belastend und im schlimmsten Fall gesundheitlich folgenreich sein.
ME/CFS ist eine schwere neurologische Erkrankung, die je nach Schweregrad den Alltag stark einschränkt. Ein zentrales Konzept im Umgang damit ist das sogenannte Pacing – die bewusste Einteilung der verfügbaren Energie, um körperliche und geistige Überbelastung zu vermeiden. Was Pacing im Einzelfall bedeutet, hängt stark vom individuellen Schweregrad ab und ist nicht gleichzusetzen mit körperlicher Aktivierung oder Bewegung.
Wer mit ME/CFS eine Praxis aufsucht, die mit der Erkrankung wenig vertraut ist, kann auf verschiedene Weisen dazu beitragen, Missverständnisse zu verringern.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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