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2026-186

Zugang falsch gelegt

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Fallbeschreibung:

Falsch gelegter Venenzugang bei Koloskopie-Sedierung

Zugang für Sediering Koloskopie falsch gelegt und Sedierungsmittel in umliegendes Gewebe gespritzt.

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Es wurde nichts gemacht oder dazu gesagt,nur ein neuer Zugang gelegt und als ich aufgewacht bin habe ich den behandelnden Arzt gefragt ob das im Bericht steht und er bestätigte es. Als ich den Bericht vom Hausarzt heute gesehen habe stand nichts drin

Verbesserungsvorschläge:

Bessere Versorgung und Aufklärung

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Darmspiegelung (Koloskopie) mit Betäubungsmittel ist ein routinemäßiger Eingriff – und dennoch können dabei Komplikationen auftreten, die für Betroffene belastend sind. Wenn ein Venenzugang (eine kleine Nadel in der Vene, über die Medikamente verabreicht werden) nicht richtig liegt, kann das Medikament statt in die Vene in das umliegende Gewebe gelangen – ein Vorgang, den Fachleute als Paravasation bezeichnen.

In einem solchen Moment ist man sediert, also vorübergehend in einem schlafähnlichen Zustand – und damit nicht in der Lage, aktiv einzugreifen oder Fragen zu stellen. Das ist wichtig anzuerkennen: In dieser Phase gab es für die betroffene Person keinen realistischen Spielraum, auf das Geschehen Einfluss zu nehmen.

Hinzu kommt, dass nach einem solchen Ereignis Informationen nicht immer vollständig weitergegeben werden – weder mündlich noch im schriftlichen Befundbericht. Das kann verunsichernd sein und das Vertrauen in die eigene Versorgung belasten.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

  • Eine Begleitperson kann nach dem Eingriff – wenn die behandelte Person noch nicht vollständig wach ist – beim medizinischen Personal nachfragen, ob der Eingriff wie geplant verlaufen ist und ob es Auffälligkeiten gab.
  • Es ist möglich, direkt nach dem Aufwachen gemeinsam mit der betroffenen Person zu fragen: „Hat es beim Legen des Zugangs Schwierigkeiten gegeben, und wird das dokumentiert?“ – eine Begleitperson kann dabei helfen, diese Frage zu stellen und die Antwort festzuhalten.
  • Begleitpersonen können daran erinnern, dass vor der Entlassung eine kurze mündliche Zusammenfassung des Eingriffs eingeholt wird – was gemacht wurde, was auffiel, und was zu beachten ist.
  • Falls Beschwerden an der Einstichstelle auftreten (z. B. Schwellung, Rötung, Schmerz), kann die Begleitperson darauf hinweisen und gemeinsam mit der Betroffenen die Praxis oder den Hausarzt kontaktieren.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Vor einem Eingriff mit Sedierung kann man – oder eine Begleitperson – darum bitten, dass Komplikationen wie ein falsch liegender Zugang im Befundbericht dokumentiert und an die weiterbehandelnde Praxis weitergeleitet werden.
  • Es ist möglich, nach dem Eingriff schriftlich um eine Kopie des Berichts zu bitten – Patientinnen und Patienten haben grundsätzlich das Recht, ihre eigenen Unterlagen einzusehen (§ 630g BGB).
  • Wenn im erhaltenen Bericht etwas fehlt, das mündlich bestätigt wurde, ist eine direkte Rückfrage bei der Praxis möglich – zum Beispiel: „Mir wurde gesagt, dass es einen Zwischenfall beim Zugang gab. Ich würde das gern in meinen Unterlagen dokumentiert sehen.“
  • Das Anlegen einer persönlichen Notfallkarte oder eines Gesundheitstagebuchs kann helfen, eigene Erfahrungen und Fragen festzuhalten – auch für künftige Behandlungen.

Sie sind nicht allein

Wer nach einem medizinischen Eingriff das Gefühl hat, nicht ausreichend informiert oder begleitet worden zu sein, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Weitere Informationen und Berichte ähnlicher Erfahrungen finden sich auf mehr-patientensicherheit.de – einem Ort, an dem Erlebnisse geteilt und sichtbar gemacht werden können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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